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Kompromiss im Bäume-Streit

Der Park in Kleinschweidnitz hat für viel Unmut im Ort und bei Behörden gesorgt. Nun ist eine Einigung erreicht.

Von Gabriel Wandt

Großschweidnitz. Monatelang ist diskutiert worden, gab es Verärgerung auf vielen Seiten: Die alten, morschen Bäume im Park von Kleinschweidnitz waren ein immer wieder präsentes Gesprächsthema im Ort – aber auch bei diversen Behörden. Nun kann Bürgermeister Jons Anders (parteilos) informieren, dass sich ein Kompromiss gefunden hat, mit dem die Gemeindeverwaltung und er als Ortschef leben können. Alle Ziele erreicht hat er damit allerdings nicht.

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Denn in dem historischen Park, der gemeinsam mit einem Herrenhaus unter Denkmalschutz steht, sind die Bäume deutlich sichtbar in die Jahre gekommen. Einzelne Äste waren herabgefallen und hatten sich in den Boden gespießt, andere neigten sich gefährlich zur Erde. Anwohner und Spaziergänger sorgten sich um die Sicherheit – und trugen diese Sorgen mit einem Brief und diversen Fotos an die Gemeinde heran. Diese hätte die Gefahren gern beseitigen lassen, sie durfte aber nicht. Der Denkmalschutz sprach dagegen, zudem gehört Gefahr durch herabfallende Äste zum allgemeinen Lebensrisiko. So hatte es der Landkreis mitgeteilt.

Die Gemeinde ließ nicht locker, ließ die Bäume einzeln auflisten und dokumentieren, welche Schäden sie haben. Doch der Denkmalschutz forderte das Beauftragen eines professionellen Büros, das den Kleinschweidnitzer Park unter die Lupe nehmen sollte. Da wiederum verweigerte der Bürgermeister, das dafür nötige Geld auszugeben. Da die Gemeinde in der Verkehrssicherungspflicht ist, kündigte er an, den Park dann eben sperren zu lassen, wenn es nötig würde.

Nun hat sich nach Aussage von Anders auch das Bauamt des Landkreises mit dem Thema befasst – und den Kompromiss herbeigeführt. Demnach dürfen die schlechtesten, gefährlichsten Bäume entfernt werden, auch wenn einige Bäume stehen bleiben müssen, die die Gemeinde lieber fallen gesehen hätte. Damit, so die Hoffnung, ist der Streit um die Sicherheit in dem historischen Park erst einmal vom Tisch.