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Konkurrenz um die Gartenschau

Bischofswerda arbeitet an einer Bewerbung für das Großereignis 2019 in Sachsen. Andere auch.

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Bischofswerda. Schiebock als Ausrichter der Landesgartenschau in fünf Jahren? So weit ist es noch lange nicht. Allein aus dem Regierungsbezirk Dresden gibt es mindestens drei Mitbewerber: Radeberg, Riesa und Freital. Außerdem sind Ambitionen unter anderem von Markkleeberg und Zwickau bekannt. Radeberg zum Beispiel prüft, ob sich über die Landesgartenschau das seit Jahrzehnten leer stehende alte Kurbad Augustusbad zu entwickeln ist. Riesa überlegt, das Großereignis an der Elbe auszurichten und dafür die Nachbarkommunen Zeithain und Nünchritz mit ins Boot zu holen. Freital gab für 30 000 Euro eine Studie in Auftrag , um zu sondieren, ob und wie sich die Stadt mit dem Gelände um Schloss Burgk bewerben kann. Nächste Woche will sich der Stadtrat festlegen.

In Bischofswerda arbeitet eine Arbeitsgruppe unter Leitung von OB Erler an der Planung. Im Zentrum der Bewerbung steht die Industriebrache „Sabra“ in Süd. Was da gebaut werden soll, damit es langfristig der Stadtentwicklung dient, steht nicht fest. Ziel ist aber, die Brache zu beleben und etwas zu schaffen, was die in den Stadtteilen Süd und Altstadt lebenden Menschen einander näher bringt. Im Raum steht auch die Idee des Neubaus einer Kita.

Ob sich Bischofswerda bewirbt, entscheidet der Stadtrat. Mahnende Stimmen warnen vor den Kosten. Andere, wie Stadtrat Steffen Grafe (FDP) sagen, der Freistaat würde bis zu fünf Millionen Euro investieren „und bei nur 15 Prozent liegt unser Eigenanteil. Wir müssen diese Chance unbedingt zum Vorteil der Stadt nutzen.“ – Bis 31. März läuft die Bewerbungsfrist. Die Entscheidung fällt im Herbst. (SZ/ass, ir)