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Konservative stellen die Mehrheit

Kommunalwahlen. Der künftige Stadtrat von Zgorzelec steht nun fest.

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Von Katrin Schröder

Im Stadtrat von Zgorzelec hat künftig die liberalkonservative PO (Bürgerplattform) die Mehrheit. Das entschieden die Wähler bei den Kommunalwahlen am Sonntag. Von 28 044 Wahlberechtigten gaben 12 403 ihre Stimme ab. Die PO errang dabei sieben der insgesamt 21 Stadtratsmandate, die nationalkonservative Regierungspartei PiS (Recht und Gerechtigkeit) konnte fünf Sitze auf sich vereinigen.

Das der Linken nahe stehende Wahlbündnis Porozumienie ponad Podzialami (Verständigung statt Teilung) ist mit vier Stadträten vertreten. Drei Sitze entfielen auf die Wählervereinigung Horyzonty, zwei auf das Rechtsbündnis Porozumienie Prawicy. Zur Stichwahl um das Bürgermeisteramt treten am 26. November der bisherige Amtsinhaber Miroslaw Fiedorowicz und der Kandidat der PO, Rafal Gronicz, an. Fiedorowicz, der für das Linksbündnis ins Rennen geht, erhielt im ersten Wahlgang knapp 40 Prozent der Stimmen, Gronicz erreichte rund 25 Prozent. Die übrigen fünf Kandidaten erhielten zwischen 1,5 und knapp 13 Prozent.

Parteien statt Personen

Nach Einschätzung von Fiedorowicz, der seit 1998 Stadtchef ist, stand im ersten Wahlgang die große Politik im Vordergrund: „Es wurden weniger Personen gewählt als vielmehr Parteien“, sagt der 50-Jährige, der sich wie sein Herausforderer zuversichtlich gibt. Der sieht die „Zeit für einen Generationenwechsel“ gekommen. Entwicklungspotenzial für die Stadt liege, sagt der 33-jährige Wirtschaftswissenschaftler, vor allem in ihrer Grenzlage: „Das wurde in den vergangenen acht Jahren zu wenig genutzt.“