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Kontrollen fehlen

Christian Viehweg legt in einem Leserbrief an die SZ folgendes Problem dar:

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Ich bin einer von vielen arbeitslosen Bauarbeitern und fahre einmal in der Woche von Ebersbach nach Zittau zu einer Behandlung. Dabei stören mich zwei Sachen in Eibau: Zum einen das baufällige Haus am Abzweig nach Neueibau. Ich frage mich, ob es niemanden interessiert, dass da auch mal was passieren könnte. Schon vor Wochen habe ich das Gewerbeaufsichtsamt für den Bau in Bautzen davon in Kenntniss gesetzt. Doch noch immer sind hier Dachziegeln zu sehen, die auf Passanten oder auch die Landschaftsgärtner, die hier mit Tiefbauarbeiten beschäftigt waren, herunterfallen könnten. Zum anderen stört mich daran, dass diese reinen Tiefbauarbeiten von einer Garten- und Landschaftsbaufirma durchgeführt werden. Das ist nicht nur baurechtlich bedenklich, sondern widerspricht auch den Mindestlohnbestimmungen des Baugewerbes. Baubetriebe haben hohe Beiträge an die Sozialkassen zu bezahlen. Garten- und Landschaftbauer haben allerdings keinen Mindestlohn und können somit Ausschreibungen viel günstiger gewinnen als Baubetriebe. Diese wiederum gehen wegen Auftragsmangel in Insolvenz. Ich frage mich nun: Wo bleiben hier die Kontrollen zur Einhaltung der Mindestlöhne und Bedingungen am Bau, zum Beispiel von Zoll, Arbeitsamt oder von der Baubehörde?