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Konzert füllt Spendentopf

Das Leipziger Ärzteorchester musiziert für eine Kirche und einen Kindergarten. Die beiden teilen sich nun rund 600 Euro.

Von Wilrun Wagner

Zum Benefizkonzert des Leipziger Ärzteorchesters begrüßt Kantor Winfried Kleindopf zahlreiche Besucher. Unter den Laienkünstlern im Orchester entdecken Stammbesucher von Konzerten die Leisniger Ärztin Dr. Nora Heise mit ihrer Oboe. „Das Spiel im Ärzteorchester bedeutet mir sehr viel, denn dabei lerne ich auch Musikstücke kennen, die mir bisher unbekannt waren, wie das Stück von Charles Ives“, erklärt Heise. Das Werk „Central Park in the Dark“ des amerikanischen Komponisten Charles Ives (1857-1954) ist eine Besonderheit im Konzert und fordert die Musiker. Als Vertreter der Moderne in der Musik führt seine Komposition in den Alltag eines amerikanischen Parkes und lässt die Geräuschkulisse des Tages bis in die späte Nacht erleben. Zu hören sind weitere Kompositionen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert von Josef Haydn bis Maurice Ravel. Die fachkundige Leitung übernimmt Christiane Bräutigam, die das Konzert auch humorvoll moderiert. Sie ist als Kantorin an der reformierten Kirche Leipzig tätig.

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„Für uns Ärzte ist es sehr schön, dass wir projektbezogen arbeiten. Wöchentliche Proben würde von uns keiner schaffen“, erklärt Nora Heise. Zweimal im Jahr finden sich die Orchestermitglieder zur intensiver Projekt- und Konzerttätigkeit zusammen, die langfristig geplant ist.

Die Musiker haben sich auf Benefizkonzerte spezialisiert. Der Erlös des Konzertes in der Nicolaikirche dient zum Teil dem Bau eines Klettergerüstes für den evangelischen Kindergarten. Ein weiterer Teil wird für eine bessere Beleuchtung der Jacobikirche eingesetzt, sagt Kantor Winfried Kleindopf. Am Ende befanden sich rund 600  Euro im Spendentopf. Kantor Kleindopf findet das Konzert des Ärzteorchesters sehr beachtlich, vor allem Charles Ives aufzuführen, sei ungewöhnlich für ein Laienorchester, sagt er.