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Konzert soll Geld für Orgelsanierung einspielen

Das Instrument in der Seifersdorfer Kirche braucht eine Generalüberholung. Dafür sind Spenden nötig.

Die Seifersdorfer Kirche ist frisch restauriert. Für einen ihrer Schätze, die Orgel, gilt das leider noch nicht. Erbaut wurde sie um 1870 vom Dippoldiswalder Orgelbauers Karl Traugott Stöckel. Es handelt sich um ein historisch äußerst wertvolles Instrument, das nach den traditionellen Bauprinzipien eines Gottfried Silbermann errichtet wurde, erklärt Kantorin Uta Wöllner. Die 16 Register verteilen sich auf zwei Manuale und Pedal. Die letzte Reinigung des Instruments durch eine Orgelbaufirma liegt bereits ein Vierteljahrhundert zurück. Damals konnte die Orgel zugleich in ihren Originalzustand zurückversetzt werden, indem ein Register ausgewechselt wurde.

Die Orgel wurde seit ihrer Erbauung sonst weder technisch umgebaut noch klanglich verändert, versichert Uta Wöllner. Nun sei es aber an der Zeit, das Instrument durch eine Generalüberholung technisch in Ordnung zu bringen und klanglich wieder erstrahlen zu lassen – um somit auch der Schönheit und dem Glanz des Kirchenraumes ebenbürtig zu sein.

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Das wird allerdings einiges kosten. Deshalb ist für den kommenden Sonntag um 17 Uhr in der Seifersdorfer Kirche ein Benefizkonzert geplant. Der Erlös soll für die Sanierung der Orgel verwendet werden. „Eine kleine Gemeinde wie unsere muss große Anstrengungen aufbringen, um erst die Sanierung der Kirche und dann auch die der Orgel zu finanzieren“, sagt die Kantorin. Deshalb wünschen sich die Veranstalter des Benefizkonzertes großes Interesse und viel Unterstützung für das Vorhaben Orgelsanierung. Beim Benefizkonzert werden die Kantoreien Rabenau und Oelsa sowie zahlreiche Instrumentalisten klassische, romantische und heitere Chor- sowie Instrumentalmusik zu Gehör bringen. Das gleiche Konzert erklingt am 5. Juli um 17 Uhr auch in der Rabenauer Kirche, um die Glockensanierung finanziell zu unterstützen, ergänzt Uta Wöllner.

Auch die Dippser Stadtkirche besitzt eine Orgel aus der Werkstatt von Karl Traugott Stöckel. Sie ist noch etwas älter als die Seifersdorfer. Das Dippser Instrument baute der Meister bereits 1864. Wie die Seifersdorfer Orgel braucht aber auch die Dippser eine Verjüngungskur. Das Innere der Orgel muss von Staub befreit und außerdem dem Schimmelbefall zu Leibe gerückt werden.

Benefizkonzerte: 22. Juni, 17 Uhr, Seifersdorfer Kirche; 5. Juli, 17 Uhr, Rabenauer Kirche