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Kostenlose Corona-Tests für Erzieher in Sachsen

Sachsen bietet nach der Urlaubszeit mehr freiwillige und kostenlose Tests an. Das ist auch für Pflegepersonal möglich.

Abstandhalten ist in Kindertagesstätten kaum möglich.
Abstandhalten ist in Kindertagesstätten kaum möglich. © dpa/W.Grubitzsch

Dresden. Sachsen wird sein Corona-Testkonzept ausweiten. Ab 1. September können sich auch Erzieherinnen und Erzieher in Kitas und Horten, Kindertagespflege, Sozialarbeiter in Schulen, Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe sowie Eingliederungshilfe und Personal in Pflege- und Betreuungseinrichtungen einmal kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. 

„Es geht darum, dass sich diejenigen, die jetzt aus dem Urlaub zurückkommen, testen lassen, bevor sie ihren Dienst antreten“, sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Dabei sei es egal, ob sie im In- oder Ausland im Urlaub waren. Die freiwilligen Tests sind bis 30. September möglich.

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Bisher dürfen sich nur Lehrerinnen und Lehrer freiwillig und kostenlos testen lassen – allerdings einmal in der Woche. Bis Mitte der Sommerferien haben 10.622 Lehrkräfte die dazu notwendigen Berechtigungsscheine abgeholt, teilt das Kultusministerium mit. Aber nur 500 haben sich bisher tatsächlich testen lassen. Das Angebot gilt auch im neuen Schuljahr.

Gleiches Infektionsrisiko wie Lehrer

Gewerkschaften, der Städte- und Gemeindetag sowie Sachsens Linkspartei hatten schon seit Wochen Corona-Tests für Erzieher gefordert. „Es ist schon mit Blick auf das Einkommensgefüge ungerecht, dass der Freistaat die Testkosten für die Lehrerinnen und Lehrer übernimmt, die Erzieherinnen und Erzieher diese aber selbst begleichen sollten“, sagte Marika Tändler-Walenta (Linke). Im Grundschulbereich seien Schule und Hort oftmals sogar in demselben Gebäude untergebracht - damit herrsche für das Personal das gleiche Risiko. 

Im Gegensatz zu den Lehrern sind Erzieher keine Angestellten des Freistaates. Für Corona-Tests des Kita-Personals seien deswegen die Kommunen und freie Träger verantwortlich, hieß es vom Kultusministerium. Bisher hatte Sachsens Sozialministerium kostenlose Tests auch nicht vorgesehen, weil sie aus epidemiologischer Sicht nicht angezeigt seien. 

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Das Angebot gelte ungeachtet der jeweiligen Arbeitgeberverantwortung und Trägerschaft. "Es kann dabei helfen, Betreuungsstrukturen vor dem Eindringen der Infektion in der Nach-Urlaubszeit zu schützen", sagte Köpping. "Das ist mir sehr wichtig."

Das Angebot gelte für etwa 127.000 Menschen. Die Kosten werden vom Freistaat Sachsen übernommen. Für die Testkonzeption stehen insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung.  

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