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Kottmarsdorfer verschieben ihre Orgel

Das Instrument musste Platz machen für einen neuen Gemeinderaum. Wozu er dient und wie er aussieht, ist am Sonntag bei der Einweihung zu erfahren.

Pfarrerin Nina-Maria Mixtacki im neuen Gemeinderaum der Kirche Kottmarsdorf
Pfarrerin Nina-Maria Mixtacki im neuen Gemeinderaum der Kirche Kottmarsdorf © Rafael Sampedro

In der Kottmarsdorfer Kirche hat sich in den vergangenen Monaten einiges verschoben - nun aber ist alles am neuen, richtigen Platz: "Wir freuen uns, dass wir am Sonntag den neuen Raum für Trauerfeiern präsentieren können und die Bauarbeiten endlich fertig sind", sagt Pfarrerin Nina-Maria Mixtacki. Rund ein Jahr haben Handwerker in der Kirche einiges umsortiert, um ein großes Problem der Gemeinde aus der Welt zu schaffen.

Bislang gab es für Trauerfeiern nur einen sehr engen Raum am Seiteneingang - keine gute und würdevolle Lösung für den letzten Abschied. Deshalb nun haben Bauarbeiter einen abgetrennten Bereich unterhalb der Orgelempore vorgerichtet. Dafür musste die Empore aber versetzt werden - inklusive Instrument, versteht sich. "Wir sind eine der ersten und wenigen Kirchen in Sachsen und wohl auch deutschlandweit, die dies gewagt haben", erklärt die Pfarrerin. Inzwischen weiß sie: Die Sache war erfolgreich: "Die Orgel funktioniert und klingt." Dass sich im Kirchenraum etwas verschoben hat, sieht man - vor allem auf der Orgelempore.

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Der nun neu entstandene Raum bietet Platz für etwa 40 bis 50 Gäste. Hier werden künftig nicht nur die kirchlichen Trauerfeiern, sondern auch weltliche einen würdigen Rahmen finden. Während der Umbauarbeiten war die Baustelle mit einer Staubschutzwand vom Kirchenschiff abgetrennt, die die Gemeinde in Eigenleistung eingezogen hat.

Gekostet hat der Umbau rund 270.000 Euro. Einen großen Teil übernimmt die Landeskirche, die Gemeinde Kottmar hat sich mit 30.000 Euro beteiligt. Einen guten Teil will die örtliche Kirchgemeinde über Spenden decken. "Wir sind am Ende auch bei der Bausumme rausgekommen, lagen nur ein bisschen drüber", sagt Pfarrerin Mixtacki, die froh ist, dass bei dem Vorhaben die Kosten nicht aus dem Ruder gelaufen sind. Es gab ohnehin generell keine Komplikationen - auch der Archäologe, der zu Beginn der Arbeiten unter dem alten Kirchenfußboden nach Fundstücken aus alten Zeiten gesucht hatte - brachte nichts zutage, das die Arbeiten erschwert oder verlangsamt hätte.

Am Sonntag nun lädt die Kirchgemeinde ab 10.15 Uhr zu einem Familiengottesdienst mit Taufgedächtnis ein und wird anschließend auch den Abschluss der Bauarbeiten feiern. "Wir laden zu einem Brunch ein, einem herzhaften und auch süßen Imbiss", wirbt Frau Mixtacki. Ein extra Programm für Kinder wird es ebenfalls geben - und einige Grußworte zur Feier. Denn auch die beteiligten Firmen sind am Sonntag eingeladen.

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