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Kräutereier duften noch nach Jahren

Im Kloster gibt’s viele kreative Angebote. Die Besucher basteln mit besonderen Materialien, filzen und schöpfen Papier.

Von Wilrun Wagner

Filzen, Papier schöpfen, Malerei und vor allem Kräuterhexeneier konnten die Besucher im Kloster Buch zum Osterfest gestalten. Für die Kräuterhexeneier standen bei Kräuterfachfrau Undine Myja jede Menge Naturmaterialien bereit. Mit einer Heißklebepistole wurden die Eier mit Blütenblättern, Holzscheibchen, Gewürzen und vielen duftenden Kräutern verziert. Eifrig und mit viel Freude waren Pauline Knipper (7) aus Duisburg und ihre Schwester Lea (11) dabei, die bei den Großeltern in Döbeln zu Besuch waren. „Unsere Tochter ‹Manuela ist in Döbeln aufgewachsen und der Schwiegersohn in Roßwein“, sagte Oma Monika Ott. „Sie kommen immer wieder gerne in die alte Heimat. Dabei ist Klosterbuch zu Ostern schon ein fester Ausflugstermin für uns alle.“ Selbst die großen Enkel Annekatrin (23) und Gwendolin (21) haben vor vielen Jahren schon Kräuterhexeneier gebastelt und die haben sie heute noch und erfreuen sich am würzigen Duft. „Anschließend gibt es noch einen Waldspaziergang, bei dem Ostereier versteckt werden“, verriet Oma Monika.

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Gesicherte Nahversorgung in der Elbgalerie
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Die Apotheke, Drogerie und der Lebensmittelhandel haben in der Elbgalerie weiterhin für Sie geöffnet und freuen sich auf Ihren Besuch.

Eine Blume fürs Kinderzimmer

Pauline und Lea hatten aber noch ein weiteres Kreativangebot entdeckt. Sie waren begeistert vom Filzen in der Werkstatt von Yvonne Manitz aus dem Raum Lommatzsch. Für ihr Kinderzimmer filzte Pauline unter anderem eine langstielige Blume, während sich Lea an eine kleine Schale wagte, die sie voller Stolz ihren Eltern und den Großeltern präsentierten. Die hatten sich inzwischen, samt großen Familienhund, im Klostergelände die Beine vertreten.

Aus Dresden kam Familie Hofmeister. Ihre Adoptivkinder, die fünfjährigen Zwillinge aus Thailand hatten ebenfalls viel Freude bei der Gestaltung der Schmuckeier, wobei die Mama half. Die Kräuterhexeneier begeisterten auch Apotheker Eberhard Jasinski , der mit Frau und Sohn mit dem Rad aus Colditz ins Kloster kam. „Besonders das Ei im Ei finde ich toll“, sagte Jasinski. Hier wurden Eier mit braunen Eierschalenbröckchen verziert und schmückten den großen Osterstrauß vor Undine Myjas Klosterladen. Über den großen Zuspruch freute sie sich ganz besonders. „Meine Tochter Juliane war mir eine große Hilfe. Alleine hätte ich den Ansturm nicht bewältigen können“, sagte Myja.

Etwas ruhiger ging es bei der kunstvollen Schriftgestaltung von Frank Niemann zu. Auch Malerin Kerstin Siegwart führte eher mit Besuchern, die auch selbst Malen einen gewissen Erfahrungsaustausch durch. Mit ihr diskutierte Karin Gebhardt aus Chemnitz über die Verwendung von Farben. Etwas weniger Andrang war auch beim Papierschöpfen. Im kalten Raum in kaltes Wasser zu fassen, lockte weniger Interessenten, obwohl auch hier geschöpftes und mit Pflanzen von der Wiese verziertes Papier zum Trocknen aufgehangen war.

Beim Osterausflug sahen sich die Besucher an allen Feiertagen vor allem den teilweise neu gestalteten und noch im Aufbau befindlichen neuen Kräutergarten an. Dieser muss allerdings noch bepflanzt werden. Ebenso war die Ausstellung im Kapitelsaal der Volkskunstschule Oederan sehr gut besucht. Die Vielseitigkeit der Exponate bestach besonders.