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Kraftwerk von Müllermilch geht im Juni in Betrieb

60 Millionen Euro wurden in die neue Anlage investiert. Gestern lud Firmengründer Theo Müller zum Rundgang ein.

Das Gebäude des neuen Gaskraftwerkes auf dem Gelände der Molkerei steht bereits seit einigen Monaten. Jetzt ist auch die Technik der Anlage weitestgehend montiert. Das wurde gestern bei einem Rundgang deutlich. Firmenpatriarch Theo Müller führte Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, Landrat Michael Harig sowie Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmann (alle CDU) und Gemeinderäte durch das Kraftwerk. In dem Gebäude erzeugen zwei Gasturbinen Strom und heißen Dampf. Damit wird eine weitere Turbine angetrieben. Außerdem wird Dampf für die Herstellung der Milchprodukte verwendet. Nach Auskunft von Andreas Strunk, einem der Geschäftsführer von Sachsenmilch, soll die Anlage im Juni in Betrieb gehen. „Das wird nach und nach geschehen. Die komplette Justierung des Kraftwerkes kann bis zu einem halben Jahr dauern“, sagte er. Knapp 60 Millionen Euro hat das Unternehmen investiert. Die Turbinen erzeugen so viel Strom, dass das Werk weitestgehend unabhängig vom öffentlichen Stromnetz betrieben werden kann.

An dem Aufbau waren auch Unternehmen aus dem Rödertal beteiligt. Unter anderem fertigte die Wachauer Firma Grahl Stahlkonstruktionen an. Das Kraftwerk reiht sich ein in mehrere Großinvestitionen am Standort Leppersdorf. So wurde 2011 eine Anlage zur Produktion von Eiweiß aus Molke eingeweiht. 70 Millionen Euro wurden damals investiert. Zurzeit errichtet das Unternehmen eine neue Molkeanlage. Nach Angaben von Theo Müller werden in den nächsten Jahren weitere 130 Millionen Euro in Leppersdorf investiert. Die Großmolkerei verarbeitet jährlich rund 1,7 Millionen Tonnen Milch und stellt daraus Produkte von Desserts über Käse, Butter und haltbare H-Milch her. Mittlerweile arbeiten mehr als 2200 Menschen am Standort Leppersdorf. (SZ/td)

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