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Kraftwerksmuseum Hirschfelde lädt Interessenten ein

Hirschfelde. Gleich mit mehreren Ausstellungen lockt der Fördervereinam 22. Mai in dasTechnische Museum.

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Von Angelika Hoyer

Nur wenige Meter hinter dem Eingang hängt im Erdgeschoss ein großes Schaltbild. Es zeigt eine Übersicht über die Stromversorgung in Sachsen aus dem Jahr 1928. Neben Böhlen gehörte damals Hirschfelde zu den Zentren der Energiegewinnung. Schon damals zapften die Kraftwerker die Neiße an, um Wasser für die Kühlung zu bekommen. Ein nicht mehr vorhandener Kanal führte bis ins Maschinenhaus. Dort regulierten Schieber den Wasserzufluss.

Einen von ihnen arbeiteten die Mitglieder des Fördervereins inzwischen auf. Erstmals werden Besucher am kommenden Sonntag den kleinen Raum, in dem der Schieber und einige Schautafeln zur Kühlwasserversorgung des Kraftwerkes untergebracht sind, besichtigen können. Schon vor dem Museumsgebäude beginnt an diesem Tag der offenen Tür die Schau alter Technik.

Mehr als Kraftwerkstechnik

Einige liebevoll rekonstruierten Oldtimer legen Zeugnis von der 100-jährigen Tradition des Fahrzeugbaus in Zittau ab. Oben im Haus dokumentiert die ABS Robur diese Entwicklung in Wort und Bild. In einer weiteren Sonderschau stellt der Modellbahnclub Zimec die Zittauer Straßenbahn vor, und in der Maschinenhalle informieren die Zittauer Stadtwerke über die Entwicklung des Elektrizitätswerkes in der Kreisstadt.

Daneben präsentiert der Verein noch einige eigene Neuwerbungen, und Gäste können nach wie vor die Ausstellung über elektrische Haushaltsgeräte besichtigen. „Damit präsentieren wir an diesem Tag der offenen Tür Technik und historische Dokumente für viele verschiedene Interessen“, sagt Friedrich Grosse vom Förderverein.

Die Vereinsmitglieder haben sich jedenfalls in der Zeit von 10 bis 16 Uhr auf großen Andrang eingerichtet. Ein örtlicher Fleischer übernimmt die Versorgung der Besucher direkt in der mehrstöckigen Maschinenhalle. Geboten wird neben richtigem Mittagessen auch Kaffee und Kuchen.

Mit der Fahrrad zur Schau

Gemeinsam mit dem Internationalen Begegnungszentrum hat der Förderverein zudem eigens für diesen Tag einen Fahrradservice zwischen Marienthal und Hirschfelde organisiert. Sowohl im IBZ (wo an diesem Tag auch die energieökologische Ausstellung geöffnet ist), als auch im Kraftwerksmuseum kann man sich Fahrräder ausleihen und nach dem Ausstellungsbesuch jeweils am Ausleih- oder Ankunftsort wieder abgeben.

Radtour entlang der Neiße

„So können Familien den Besuch bei uns mit einem Ausflug durch das schöne Neißetal und einem Klosterbesuch verbinden“, sagt Friedrich Grosse. Denn zu sehen gibt es hier nicht nur die alte Technik, sondern auch ganz viel heimische Natur, manchen verborgenen Hinweis auf die einstige Geschichte und dann im Klosterhof die ganze Pracht der Zisterzienserinnen.

Der Tag der offenen Tür im Kraftwerksmuseum Hirschfelde findet am 22. Mai von 10 bis 16 Uhr statt.

An diesem Tag gibt es auch die energieökologische Ausstellung im IBZ (Kloster St. Marienthal), wo man sich auch Fahrräder ausleihen kann.