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Krankenhaus ist Wahlkampfthema

Auch die Linke ist dafür, dass die Sebnitzer Klinik Patienten aus Tschechien behandeln soll. Der CDU wirft sie Heuchelei vor.

An der Sebnitzer sollen auch tschechische Patienten versorgt werden.
An der Sebnitzer sollen auch tschechische Patienten versorgt werden. © Archiv: Weihs

Mitten in die aktuelle Diskussion um die lange geforderte Vergrößerung des Einzugsgebiets der Sebnitzer Klinik in Richtung Tschechien platzte diese Woche die Nachricht einer Studie der Bertelsmann-Stiftung. Die Stiftung empfiehlt, die Zahl der Akutkrankenhäuser in Deutschland von 1.400 auf 600 drastisch zu senken.

Gleichzeitig stehen in der Sächsischen Schweiz die langjährigen Bemühung offenbar kurz vor dem Durchbruch, dass Patienten aus dem Schluckenauer Zipfel in Tschechien sich auch im nahe gelegenen Sebnitzer Krankenhaus behandeln lassen können bisher scheiterte das an den hierzulande höheren Kosten, welche die tschechischen Krankenkassen nicht übernommen haben. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Michel hatte dazu unter anderem Gespräche mit dem tschechischen Botschafter geführt.

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Thomas Winkler aus Rosenthal-Bielatal, Landtagskandidat der Linken wirft CDU, FDP und auch der AfD diesbezüglich Heuchelei vor. Diese Parteien seien es doch gewesen, die es dem „Markt“ überlassen wollen, welche Krankenhäuser überleben. Die Politik habe vor 15 Jahren mit der Einführung der Bezahlung nach Fallpauschalen darauf gesetzt, dass Effektivität und Gewinn vor Gesundheit gehen, sagt Winkler. „Die Vielzahl der Krankenkassen, die Privatisierung von Krankenhäusern und das System der Fallpauschalen sind das wirkliche Krebsgeschwür im Gesundheitssystem.“ Dagegen wolle die Linke vorgehen. Auch die Versorgung tschechischen Bürger in der Sebnitzer Klinik unterstützt die Partei.

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