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Sebnitz

Krankenhaus will tschechische Patienten

Kranke aus dem Nachbarland sollen die Sebnitzer Klinik auffüllen. Dafür laufen jetzt Verhandlungen in Prag.

Die Sächsische-Schweiz-Klinik möchte auch Patienten aus Böhmen behandeln.
Die Sächsische-Schweiz-Klinik möchte auch Patienten aus Böhmen behandeln. © Dirk Zschiedrich

Die Sächsische-Schweiz-Klinik in Sebnitz möchte auch Patienten aus der benachbarten Tschechischen Republik behandeln. 

Dieses schon seit vielen Jahren bestehende Ziel rückt derzeit wieder in den Fokus. Das direkt an der Landesgrenze gelegene Krankenhaus könnte damit sein beschränktes Einzugsgebiet vergrößern und die Auslastung steigern.

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Bisher scheiterte die Aufnahme tschechischer Patienten allerdings an den Behandlungskosten. Die liegen in Deutschland im Vergleich mit tschechischen Krankenhäusern deutlich höher, sodass die tschechischen Krankenkassen sie nicht oder nur zu einem Teil übernehmen.

Um dies zu ändern, fuhren die Klinikgeschäftsführer Patrick Hilbrenner und Tina Winkler kürzlich gemeinsam mit Lokalpolitikern von dies- und jenseits der deutsch-tschechischen Grenze nach Prag. Dort wurde mit der größten tschechischen Krankenkasse VZP verhandelt, die fast 80 Prozent aller Versicherten führt. 

„Nun scheint eine positive Entwicklung der Dinge in Sicht“, teilt das Sebnitzer Rathaus über die Verhandlungen mit. Der Landtagsabgeordnete Jens Michel und Sebnitz’ Oberbürgermeister Mike Ruckh (beide CDU) waren ebenso mit dabei wie die Bürgermeister der tschechischen Orte Dolni Poustevna, Lipova und Mikulasovice. Diese hätten ihrerseits auf eine ungenügende Krankenhausversorgung im Schluckenauer Zipfel hingewiesen, heißt es. Die Sebnitzer Asklepios-Klinik wolle diese Lücke schließen.

Ein konkretes Ergebnis verkündeten die Beteiligten noch nicht. Am 20. Mai steht der nächste Gesprächstermin an – diesmal in Sebnitz. (SZ/dis)

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