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Wo man den Krankenschein in der Bank abgibt

Krankenkassen setzen mit digitalen Servicepunkten auf Selbstbedienung und sorgen damit für schnelle Kommunikation. Eine Görlitzer Bank unterstützt das.

Sven Fiedler, Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien, erklärt SZ-Redakteurin Gabriela Lachnit das Terminal. Da der Mindestabstand nicht eingehalten wird, tragen beide Mund-Nasen-Schutz.
Sven Fiedler, Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien, erklärt SZ-Redakteurin Gabriela Lachnit das Terminal. Da der Mindestabstand nicht eingehalten wird, tragen beide Mund-Nasen-Schutz. © André Schulze

"Er ist so einfach wie ein Geldautomat zu bedienen", sagt Bankvorstand Sven Fiedler. Er meint den digitalen Servicepunkt, den Bürger in der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien am Görlitzer Marienplatz nutzen. Hier kann man unter anderem Krankenscheine scannen und an die Krankenkasse übermitteln, Fachärzte in der Nähe suchen und Daten ändern - etwa die Adresse oder den Familienstand.

Im Vorjahr wurden erste Terminals aufgestellt

Bislang bieten die IKK classic und die DAK-Gesundheit diesen Service an. Weitere Kassen sind geplant.  Wie viele Menschen bislang das Angebot nutzten und mit ihrer Krankenkasse kommunizierten, kann Fiedler nicht sagen. Das Terminal steht im Selbstbedienungsbereich der Bank. Dort wird aus Datenschutzgründen nicht erfasst, wer und wie viele Menschen es nutzen. Andrea Ludolph, Sprecherin der IKK classic, kann ebenfalls noch keine Zahl nennen, "wegen der kurzen Zeit, in der die Terminals in der Bank im Einsatz sind". Zahlen kommen vom Anbieter Degiv, der das Gerät zur Verfügung stellt. 

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Der wiederum verzeichnet nach einem coronabedingten Rückgang der Nutzerzahlen in Sachsen wieder einen deutlichen Anstieg, wie Frau Ludolph in Erfahrung brachte.  Mit der Aufstellung der Terminals wurde bereits im Vorjahr im Freistaat begonnen, zunächst "an medizinisch indizierten Standorten wie Apotheken,  in Kommunen und jetzt eben auch in Volksbanken" erklärt Frau Ludolph. 

Service nicht nur für Volksbank-Kunden zugänglich

In Görlitz ist die Filiale rund um die Uhr mit jeder Geldkarte zugänglich. In den Filialen der Bank in Markersdorf, Reichenbach, Schönau-Berzdorf, Rothenburg und  Weißwasser steht das Terminal zwischen 22 und 6 Uhr nicht zur Verfügung, weil in dieser Zeit die Filialen aus Sicherheitsgründen geschlossen sind. 

Warum ausgerechnet die Görlitzer Bank Partner dieses neuen Services ist, erklärt Sven Fiedler. "Der Grund ist einfach. Wir wurden gefragt und haben sofort zugesagt." Mittlerweile gibt es sachsenweit mehr als 30 weitere solcher Terminals in Volksbanken. 

Förderung durch den Freistaat macht es möglich

Möglich wurden die digitalen Servicepunkte, weil der Freistaat Sachsen insgesamt 225 solcher Punkte fördert. Als erste Bank in Sachsen nahm die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien Anfang Juli insgesamt sechs solcher Punkte in Betrieb. Sie wird diesen Service dauerhaft anbieten. Fiedler verweist darauf, dass das Terminal wie Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker in der Bank täglich desinfiziert werden.

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