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Weißwasser

Krauschwitz macht die Schulen fit

Die Gemeinde erhält rund 200.000 Euro für die Digitalisierung der Schulen. Vorm Technikkauf steht akribische Planung.

Ein Schüler des Gymnasium Carolinum errechnet eine Gleichung mit einem iPad im Matheunterricht.
Ein Schüler des Gymnasium Carolinum errechnet eine Gleichung mit einem iPad im Matheunterricht. © dpa

Um Schulen und Schüler für das Digitalzeitalter fit zu machen, hat Sachsen das Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ aufgelegt. Daraus stehen für die Gemeinde Krauschwitz als Träger der örtlichen Oberschule und der Grundschule Sagar insgesamt 201.035,41 Euro, gestaffelt bis 2024, bereit. Vorausgesetzt, die Gemeinde beantragt die Gelder und hat – wie die Schulen selbst – ein entsprechendes Konzept.

Finanziert werden können mit dem Fördergeld beispielsweise die Verkabelung von Schulgebäuden und Anschaffung von PCs, Tablets, Digitaltafeln, Servern. Denn während heute noch mit Kreide beschreibbare Tafeln, Federtaschen, Hefte und Schulbücher dominieren, soll bald modernste Technik den Schulalltag beherrschen. Interaktive digitale Tafeln – verknüpft mit den Tablets der Schüler – ermöglichen, dass gemeinsam Tafelbilder entwickelt, gespeichert, als Lernunterlagen weitergeleitet und in späteren Stunden wieder verwandt werden können. Auch Videodateien, Musikclips, Inhalte aus dem Internet, digitale Lehrbücher und Atlanten werden so im Unterricht nutzbar.

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Firma wird Digitalprojekt begleiten

Noch ist dies Zukunftsmusik, obgleich die Krauschwitzer Schulen schon jetzt in Fachkabinetten über PC-Technik verfügen. Allerdings, im Vergleich zu den Möglichkeiten, rudimentär. Dies ändert sich dank der Fördermittel in den nächsten Jahren. Doch bevor es an den Einkauf und Ausstattung der Schulen gehen kann, sind Planung und Vorbereitung nötig. Wie Toralf Schindler, Sachgebietsleiter EDV-Technik der Gemeinde, in der Ratssitzung am Dienstag mitteilte, soll eine Fachfirma damit beauftragt werden. Ihre Aufgaben reichen von Bedarfsermittlung, Fördermittelbeantragung, Planung der Projektphasen über Ausschreibungen, Vergaben, Umsetzung, Überwachung bis Dokumentation. „Wir schlagen die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH vor, die unter anderem Dresden beim Digitalprojekt begleitet“, so Schindler. Wie er weiter informierte, gewähre die Firma der Gemeinde einen 50-prozentigen Preisnachnass aufgrund der von Krauschwitz geleisteten Vorarbeiten. Daraus resultiere ein Angebot in Höhe von 18.934 Euro. Weil ursprünglich geplant war, dass die Gemeinde die Umsetzung des Digitalpakt-Konzepts vornimmt, sie personell und zeitlich dazu jedoch nicht in der Lage ist, sind die Ausgaben für die Firma nicht im Haushalt berücksichtigt. Nach Aussage von Toralf Schindler sollen die Kosten, die teilweise auch förderfähig seien, auf die Jahre 2020/21 aufgeteilt werden.

Was die Schulen selbst betreffe, so seien die technischen Voraussetzungen zur Digitalpakt-Umsetzung unterschiedlich. Während die Grundschule kurz vor dem Sanierungsabschluss stehe und es dort „gleich losgehen“ könnte, bestehe in der Oberschule das Problem, dass dort erst der letzte Sanierungsabschnitt geplant wird. „Trotzdem rufen wir die Gelder ab“, so Schindler. Auf die Fragen von Räten, wie Lehrerschulung und Technikwartung erfolgen, erklärte Bürgermeister Tristan Mühl: „Wartungsverträge sind erforderlich, aber noch nicht geschlossen. Nötige Schulungen, die oft kostenlos das Medienpädagogische Zentrum des Freistaates bietet, enthalten die Medienbildungskonzepte der Schulen.“Letztlich votierte der Rat mehrheitlich für die Auftragsvergabe an die Firma SDC.

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