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Krauschwitz verteilt Geld an die Ortsteile

Pro Einwohner stehen fünf Euro aus der sogenannten Kommunalpauschale zur Verfügung. Für ihren Einsatz gibt es Pläne.

© Symbolfoto: Uwe Schulz

Von Sabine Larbig

Krauschwitz. Noch bis 2020 erhält jede sächsische Kommune insgesamt 70 000 Euro vom Freistaat. Städte und Gemeinden können mit dem Geld jene Vorhaben, Vereine oder Projekte finanzieren, die ihnen wichtig sind oder wofür sie sonst kein Geld hätten.

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In Krauschwitz legten die Gemeinderäte einstimmig fest, dass die diesjährige Pauschale auf alle Ortsteile verteilt wird. Damit entfallen auf die sogenannten Neißedörfer insgesamt 6 225 Euro; auf den Ortsteil Krauschwitz 10 995 Euro und auf die gesamte Gemeinde 52 780 Euro.

Was mit dem Geld genau passieren soll, ist bisher vorrangig für die Gesamtgemeinde bekannt. Laut Ratsbeschluss sollen 44 500 Euro in die Sanierung der Turnhalle in Sagar fließen. Auch der Austausch von LED-Leuchtmitteln sowie die Finanzierung der Veranstaltung der Gemeinde Krauschwitz zur Würdigung des Ehrenamtes im Herbst sollen aus dem Gemeindeanteil bezahlt werden.

„Das Geld bietet aber auch die Chance, in den Ortsteilen was zu verbessern oder was zu tun, was wir sonst nicht könnten. Wir wollen dieses Jahr die Mittel für freiwillige Aufgaben nutzen und nicht in den Pflichtbereich mit aufnehmen“, so Bürgermeister Rüdiger Mönch mit Blick auf das Vorjahr, als die Anschaffung eines Dienstwagens für die Kommune nicht ohne Kritik blieb. Aus diesem Grund sind 2019 auch Gelder, festgelegt nach Einwohnerzahl, für die Ortsteile berücksichtigt worden.

Straße verbessern

Der Ortsteil Krauschwitz kauft damit die einstige Eisenbahnlinie an der Wilhelmstraße und ein Flurstück am Eichenweg, um hier die Straße zum örtlichen Baustoffhandel zu verbessern, die von vielen Lkw genutzt wird und bei Straßenbauarbeiten als Umgehungsstraße dient (Tageblatt berichtete). Wünsche wie die Erneuerung von Teichgeländern, die Planung für ein Dorfgemeinschaftshaus, Ortseingangstafeln und mehr gibt es auch in den Ortsteilen. Ob diese oder andere Vorhaben verwirklicht werden, ist jedoch unklar. Denn statt der Abarbeitung einer bereits bestehenden Wunschliste sollen nun, laut Antrag der CDU-Fraktion im Gemeinderat, die Vereine der Neißedörfer das Geld bekommen und selbst festlegen, was sie damit machen wollen. Dies ist das Ergebnis einer jüngst erfolgten Beratung in Skerbersdorf, bei der alle Ortschaftsräte sowie Vertreter von Vereinen gemeinsam über die mögliche Verwendung der Mittel sprachen. Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung soll die neue Liste vorliegen.

Denn obwohl es das Geld pauschal vom Freistaat gibt, will das Finanzministerium natürlich einen Nachweis der Mittelverwendung. Krauschwitz muss daher, wie alle anderen Kommunen, seine Verwendungsliste an das Landratsamt übermitteln, von dem aus die Informationen an das Ministerium weitergeleitet werden. Das setzt voraus, dass die Ortsteile rechtzeitig mitteilen, wofür sie ihre Anteile verwenden wollen.

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