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Löbau

Baut Krause Metall noch eine Riesen-Halle?

Die Firma hatte weitere Flächen samt dem alten Gasthaus Schwan gekauft. Anwohner fürchten seither ein weiteres "Monstrum". Diese Frage ist nun wohl geklärt.

Die Firma Krause Metall hat ihren Sitz im Herrnhuter Ortsteil Schwan.
Die Firma Krause Metall hat ihren Sitz im Herrnhuter Ortsteil Schwan. © Matthias Weber/photoweber.de

Seit etwa einem Jahr rätseln die Anwohner im Ruppersdorfer Ortsteil Schwan, was die Kesseböhmer Holding KG, zu der Krause Metall gehört, mit dem Grundstück des alten Gasthauses Schwan vorhat. Das Unternehmen hatte nämlich zwei Grundstücke gegenüber der neuen, riesengroßen Produktionshalle am Ortsausgang gekauft. So manchem schwante danach nichts Gutes: Will die Firma vielleicht den jetzt als Wohnhaus genutzten Gasthof abreißen und eine weitere Halle bauen? Denn nach dem Bau der riesigen neuen Produktions- und Lagerhalle des Unternehmens macht sich Skepsis breit.

Um die neu erworbenen Flächen überhaupt nutzen zu können, muss die Firma jedoch erst einen sogenannten Bebauungsplan aufstellen. Der legt fest, was auf dem Terrain erlaubt ist und muss vom Herrnhuter Stadtrat beschlossen werden. Und da gibt es nun Gewissheit: Die Räte haben für einen neuen, einen zweiten Entwurf nun grünes Licht gegeben. Denn da steht endgültig drin, dass Kesseböhmer zwar den früheren Gasthof abreißen lassen kann, die Fläche anschließend aber nur für einen Parkplatz nutzen darf.

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Neue Version für Planung bringt Klarheit

Mehrfach hatte es Gespräche mit den Anwohnern im Ortsteil Schwan und auch mit dem Unternehmen gegeben. Zuletzt habe man von dem Vorhaben, die Fläche des Gasthofes neu bebauen zu können, abgesehen, fasste Herrnhuts Bürgermeister Willem Riecke (Herrnhuter Liste) zusammen. Und CDU-Stadtrat Friedhelm Neumann betonte: "Mit dem Beschluss haben die Schwan-Anwohner Sicherheit, dass es keine weitere Produktionsstätte auf der anderen Seite der Straße geben wird."

Dass Krause Metall je vorgehabt hat, eine zweite Halle zu bauen, hat das Unternehmen selbst zwar bestritten. Vor knapp einem Jahr teilte die Mutterfirma Kesseböhmer auf SZ-Anfrage mit: "Eine weitere Produktionshalle auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist mit zu vielen logistischen Nachteilen verbunden, so dass es derzeit keine diesbezüglichen Planungen gibt." Die Skepsis war aber weiterhin groß geblieben.

Parkplatz bleibt bestehen

Auf dem angrenzenden Grundstück neben dem alten Gasthaus hat Krause Metall jetzt schon einen Parkplatz eingerichtet. Der war im Zusammenhang mit den Arbeiten zum großen Hallenneubau entstanden und soll nun auch weiterhin bestehen bleiben, weil die Parkflächen für die Mitarbeiter nicht ausreichen - die Belegschaft von Krause Metall war in der Vergangenheit gewachsen.

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Damit rechnen, dass der derzeit von mehreren Mietern bewohnte Gasthof zeitnah verschwindet und dort ein Parkplatz entsteht, muss aber niemand. Denn noch steht das B-Planverfahren ganz am Anfang. Bevor es alle Instanzen durchlaufen hat und seine Geltung erlangt, werden noch einige Monate - sogar Jahre - ins Land gehen.

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