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Kreative Mini-Jobber in Königswartha

Im Förderwerk Land- und Forstwirtschaft entstehen interessante Dinge aus Holz und Keramik. Zudem gibt es kreative Angebote.

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Von Kerstin Fiedler

Konzentriert arbeiten Carola Beyer und René Konecht an den Keramik-Rohlingen. Ob Teller, Tassen, Pokale, Schalen oder Kannen – sie lassen ihrer Fantasie freien Lauf, um die Keramik mit Mustern zu verzieren. Seit dem 1.Dezember sind sie im Förderwerk über einen Mini-Job beim Geschäftsbetrieb des Vereins „Grün&Holz“ angestellt und arbeiten meist freitags in den neuen Kreativräumen an der Königswarthaer Konsumstraße.

Dabei haben beide völlig artfremde Berufe. Sie ist eigentlich Sicherheitskraft, zeichnet aber schon immer gern und beschäftigt sich mit Kunst. Er ist Schlosser von Beruf und staunt selbst, wie ihm die Ideen zufliegen. „Das kommt spontan, dann kann ich auch mal was ausprobieren“, sagt René Konecht. „Deshalb ist ja eigentlich jedes Teil ein Unikat“, so Konecht. Allerdings schaffen sie es auch, ganzes Geschirr mit ein und demselben Muster zu gestalten. „Das hängt vom Kundenwunsch ab“, sagt der Geschäftsführer des Förderwerks, Andreas Oelsner. Er hatte die Idee, mit dem Geschäftsbetrieb etwas Neues auszuprobieren. In dem neuen Kreativraum werden deshalb Beispiele dessen ausgestellt, was alles möglich ist. „Wir wollen damit auch Betriebe, Vereine oder Büros ansprechen, denn hier könnten auch Firmengeschenke entstehen mit dem Logo oder anderen einzigartigen Gestaltungen“, sagt Oelsner. Neben der Keramik legen die Königswarthaer viel Wert auf Holz. Stabile Gartenmöbel, Weinflaschenhalter, aber auch Vogelhäuschen können bestellt werden.

Der Kreativraum an der Konsumstraße ist aber nicht nur Arbeitsraum für die beiden Keramikgestalter. Hier sollen ab dem nächsten Jahr auch Kreativkurse angeboten werden. Insgesamt hat das Förderwerk jetzt nämlich vier Mitarbeiter über die Bürgerarbeit beschäftigt. Zwei von ihnen sind Gudrun Scholze und Cordelia Rönsch. Gudrun Scholze wird sich auf Kurse für Kinder und Erwachsene spezialisieren, die mit dem Biotopverbund in Caminau zu tun haben. „Ich bin gerade dabei, Angebote zusammenzustellen für Exkursionen oder Projekttage“, sagt Gudrun Scholze. Sie ist gelernte Dekorateurin, hat aber seit langem keinen Job in der Branche. „Ich bin froh, hier etwas vorzubereiten. Mal sehen, wie es angenommen wird“, sagt sie. Dabei stellt sie sich die Arbeit sehr vielfältig vor, geht es doch von einfachen Führungen durch den Totholzpark bis zur Beschäftigung mit der Kräuterspirale. Cordelia Rönsch kennt das Förderwerk schon, da sie dort eine Fördermaßnahme für Alleinerziehende absolvierte. „Ich habe auch schon bei der Gruselnacht mitgearbeitet“, sagt sie. Nun soll sie die gestalterischen Angebote für Kinder und Erwachsene betreuen. Während ihrer Ausbildung zum Maler und Lackierer hatte sie ihre künstlerische Ader bemerkt. „Für die neue Aufgabe werde ich jetzt sehen, was das Material kostet, um dann auch den Preis für die Angebote festlegen zu können“, sagt Cordelia Rönsch.

Andreas Oelsner hofft, dass die neuen Angebote angenommen werden. Dann wird es später auch einen online-Shop geben.

www.foerderwerk-landforst.de