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Kreisauswahl holt vierten Platz beim SZ-Fußballturnier bei Dynamo

Das Team um Trainer Andreas Trautmann startet fulminant. Die späteren Spiele verliefen nicht mehr nach Wunsch der Kicker.

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Von Maik Brückner

Mit einem haushohen Sieg startet das Team von SZ-Lesern aus dem Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Sonntagmittag beim SZ-Fußballturnier am Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden. Dieses fand aus Anlass der SZ-Entdeckertour statt. Die Mannschaft um Trainer und Dynamo-Legende Andreas Trautmann schlug in ihrem ersten Spiel das SZ-Leserteam des Kreises Meißen völlig verdient 7:0. Gleich dreimal traf Martin Graupner (Pirna), je zweimal sein Bruder Marcus Graupner und René Opitz (beide Pirna). Trautmann zeigte sich überrascht, denn die meisten Spieler seiner Mannschaft kannten sich im Vorfeld nicht. Vorigen Dienstag trafen sie sich zum ersten und einzigen Mal zu einer eineinhalbstündigen Trainingseinheit. Als richtiges Training wollte es der 51-Jährige, der hauptberuflich die erste Männermannschaft des VfL Pirna-Copitz trainiert, nicht bezeichnen. Dafür sei zu wenig Zeit gewesen. Auch in das Spielgeschehen am Sonntag wollte er sich nicht weiter einmischen. „Ich werde ein paar Tipps geben“, sagte er zu Beginn des Turniers. Das Auswechseln würden die Spieler selbst organisieren.

Und das funktionierte. Trautmann zeigte sich angesichts des hohen Sieges ein wenig erschrocken: Denn damit hätte sich die Kreisauswahl eine Favoritenrolle erspielt. Doch schon das zweite Spiel gegen die vierte Mannschaft von Dynamo Dresden verlief nicht nach dem Wunsch der Spieler. In der ersten Halbzeit dominierten die Dynamos und kamen schnell in Führung. Zwar gelang der Mannschaft aus der Sächsischen Schweiz und dem Osterzgebirge dann noch der Ausgleich, doch letztlich siegte Dynamo mit einem 2:1. Trotzdem reichte es für Platz zwei in der Staffel.

Im Halbfinale traf das Trautmann-Team auf die Döbelner Mannschaft, die in ihrer Staffel den Sieg holte. Offenbar zu Recht, denn die Mannschaft aus dem Dresdner Süden unterlag. Fünfmal musste Torwart Johannes Stecher (Pirna) hinter sich greifen. Trotz der 0:5-Niederlage wäre noch ein dritter Platz möglich gewesen. Diesen musste sich die Mannschaft aus dem Kreis gegen eine Auswahl mit SZ-Redakteuren erspielen. Das gelang jedoch nicht. Die SZ-Mannschaft spielte besser und verwandelte drei Schüsse. Für Trainer Trautmann kam das nicht ganz unerwartet: „Wir haben sehr stark angefangen, aber dann wurden die Gegner immer stärker“, erklärte er. Zudem war es eine Frage der Kondition. Seine Spieler mussten gut 60Minuten am Stück kicken – da ließ bei einigen die Kraft nach.

Die wichtigsten Ziele hatte die Mannschaft erreicht: Zum einen wollte sie so weit wie möglich kommen, und zum anderen sollte es Spaß machen. Glücklicherweise hat sich auch niemand verletzt. Auch wenn der ein oder andere Spieler von einem Platz auf dem Treppchen geträumt hatte, eines haben sie geschafft: Sie konnten auf dem heiligen Dynamo-Rasen spielen. Allerdings nur auf dem benachbarten Kunstrasen. Da es am Vortag stark geregnete hatte, blieb der ganz große Wunsch von Volker Hegewald aus Ulberndorf bei Dippoldiswalde aber unerfüllt. Der Leiter des Glück-Auf-Gymnasiums wollte – wie die meisten – eigentlich im „richtigen“ Harbig-Stadion kicken.

Das Turnier gewonnen haben die Dynamos, die Döbeln im Finale mit 2:1 besiegten. Platz drei holte sich das SZ-Team. Hier spielten auch die Sportredakteure Stefan Brieger und Tilman Günther mit.