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Kreisräte sollen für Wilsdruff stimmen

über die Entscheidung zum Gymnasium

Annett Heyse

Es klingt alles so schlüssig: Schülerzahlen, Fahrtwege, Baukosten – alles zusammengenommen kann die Entscheidung, wo bald ein neues Gymnasium gebaut wird, fast nur zugunsten Wilsdruffs fallen. Zumal hier die einmalige Chance besteht, den ländlichen Raum zu stärken. Ein kleines Städtchen auf dem Lande würde für Firmen und für Familien noch attraktiver werden. Wo hatten wir denn das zuletzt? Auch die Vereine könnten profitieren. Jetzt klagen sie, dass viele Kinder nach der Grundschulzeit austreten, weil sie nachmittags keine Zeit mehr für Hobbys haben – auch wegen der langen Schulwege. Dass ausgerechnet Meißen wegen des Gymnasiums in Nossen etwas dagegen hat, ist zwar erst einmal nachvollziehbar. Bei genauerer Betrachtung dürften sich diese Argumente aber schnell in Luft auflösen. Denn allein die Wilsdruffer Schüler werden ihr Gymnasium in den nächsten Jahren ganz gut füllen können – das zeigt ein Blick auf die stabilen Geburtenzahlen und den Zuzug, der in den Raum Wilsdruff herrscht. Viel Platz, weitere Schüler beispielsweise aus den Klipphausener Ortsteilen aufzunehmen – wie in Meißen befürchtet – , wird also kaum geben. Insofern kann die Entscheidung nur pro Wilsdruff ausfallen.

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