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Meißen

Kreistag lässt SPD-Spitzenmann abblitzen

Der frühere SPD-Fraktionschef Thomas Gey kann nicht als Nachrücker einziehen.

Archivfoto von Thomas Gey im Kreistag.
Archivfoto von Thomas Gey im Kreistag. © Sebastian Schultz (Archiv)

Riesa. Die erste Sitzung des Meißner Kreistages ist am Donnerstagnachmittag mit einer faustdicken Überraschung gestartet. Eine Mehrheit von 46 Kreisräten sprach sich dagegen aus, der Radebeuler SPD-Kreisrätin Christine Schurig die Rückgabe ihres Mandates zu erlauben. Nur 21 Räte hauptsächlich von Grünen, SPD, FDP wollten ihr diesen Schritt gestatten.

Julien Wiesemann von der AfD hatte vor der Abstimmung in einer kurzen Rede den Sozialdemokraten vorgeworfen, mit der Rückgabe des Mandats den langjährigen früheren Chef der Fraktion SPD-Grüne-Piraten Thomas Gey in den Kreistag hieven zu wollen. Dieser hatte den direkten Einzug in Radebeul nicht geschafft, sollte jedoch die neue Fraktion Grüne-SPD als Vize neben Eva Oehmichen (Bündnisgrüne) führen. Wiesemann sprach in diesem Zusammenhang von einem geplanten „Betrug am Wähler“.

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Landrat Arndt Steinbach (CDU) zeigte zwar Verständnis für Wiesemanns Argument. Gleichzeitig sagte der CDU-Politiker, er würde sich über einen Einzug Geys freuen, da dieser stets ein streitbarer und kompetenter Partner gewesen sei.

Der SPD-Spitzenmann holte mit einigem zeitlichen Abstand nach Niederlage für ihn seine Tasche vom Fraktionstisch ab. Dort hatte er sie im Vorhinein bereits deponiert. Beim Verlassen des Saals in Riesa äußerte er gut vernehmbar: „Viel Feind – viel Ehr'“.

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