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Kreistag gegen Gender-Sternchen

Das Kommunalparlament in Pirna lehnt einen von den Grünen angebotenen Kompromiss ab. Die Entscheidung treffen vor allem: Männer.

Genderwort mit 20 Buchstaben, zuzüglich Sternchen: Stattdessen setzt der Kreistag in Pirna auf eine Form für alle.
Genderwort mit 20 Buchstaben, zuzüglich Sternchen: Stattdessen setzt der Kreistag in Pirna auf eine Form für alle. © SZ Pirna

Nach monatelangen internen Diskussionen hat sich der Kreistag Sächsische Schweiz-Osterzgebirge diese Woche eine neue Geschäftsordnung gegeben. Darin wird auch geregelt, dass die Landkreisverwaltung künftig auf die männliche und weibliche Anrede verzichtet. Statt "Einwohnerinnen und Einwohner" zum Beispiel wird nur noch die männliche Form genannt. Dafür wurde sogar ein eigener Paragraph eingeführt. Der besagt, dass Personenbezeichnungen gleichermaßen für Frauen, Männer und Diverse gelten. Begründet hat die Landkreisverwaltung den Vorstoß mit dem Nutzen einer Vereinfachung.

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Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen kritisierte das als nicht mehr zeitgemäß.  Die Grünen forderten zumindest die Einführung des Gendersternchens, also die Schreibweise "Einwohner*innen". Doch auch das lehnte die Mehrheit von CDU und AfD mit ihren zusammen 54 am Montagabend anwesenden Kreisräten ab. Davon waren 52 Männer. 

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Die neue Geschäftsordnung beinhaltet auch eine Einschränkung der Redezeit in den Kreistagssitzungen. (SZ)

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