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Görlitz

Große Mehrheit für großes Landratsamt

52 Millionen Euro fließen in historische Gebäude, Neubauten und in die digitale Verwaltung.

Schick und teuer: So soll es im künftigen Landratsamt in Görlitz aussehen. Nun hat der Kreistag für das Vorhaben gestimmt.
Schick und teuer: So soll es im künftigen Landratsamt in Görlitz aussehen. Nun hat der Kreistag für das Vorhaben gestimmt. © Entwurf: S.E.K. Architektinnen

Der Kreistag hat am Donnerstagnachmittag mit 48 Ja-Stimmen der Erweiterung des Landratsamtes in Görlitz zugestimmt. 18 Kreisräte stimmten dagegen, acht enthielten sich der Stimme.

Die Pläne des Kreises sehen für die Summe von 52,7 Millionen Euro aber nicht nur die Erweiterung des Amtes im Quartier Salomonstraße/Berliner Straße vor, sondern auch die Einrichtung von Bürgerbüros in allen früheren Kreisstädten sowie in Görlitz, eine Tiefgarage und weitere Ausgaben, um die Verwaltung auf die digitale Arbeitsweise umzustellen.

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Die Sanierung der neun Gründerzeitbauten in Görlitz und der Neubau von zwei Verwaltungsgebäuden, die die historischen Gebäude verbinden, kostet allein rund 40 Millionen Euro. Um die Gesamtinvestition zu stemmen, will der Kreis maximal zehn Millionen Euro zahlen, weitere Gelder kommen von der Städtebauförderung und der Stadt Görlitz. 25 Millionen Euro allerdings will der Kreis aus den Fonds für den Kohleausstieg erhalten. Sollten diese Gelder nicht kommen, müssen die Pläne völlig neu gestaltet werden.

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Landrat Bernd Lange und Finanzbeigeordneter Thomas Gampe verteidigten ihre Pläne auch mit dem Hinweis, dass nicht nur die Fachämter in Görlitz zentralisiert werden, was beispielsweise bedeutet, dass das Umweltamt und das Vermessungsamt aus Löbau wieder nach Görlitz verlagert werden und weitere Ämter in Görlitz aus Nebenstellen in das zentrale Landratsamt umziehen können. Ab 2023, wenn der Bau fertiggestellt ist, sollen im zentralen Landratsamt 722 Mitarbeiter tätig sein, derzeit sind rund 540 Mitarbeiter in Görlitz beim Kreis beschäftigt. Lange und Gampe hoben vor allem hervor, dass sich die Verwaltung damit auch auf den digitalen Wandel einstellt. Dazu zählt auch der Aufbau von Bürgerbüros in Zittau, Löbau, Niesky, Weißwasser und Görlitz, wo beispielsweise künftig auch wieder die Kfz-Zulassung und das Führerscheinwesen zu finden sind. Beides ist derzeit in Löbau und Weißwasser nicht mehr zu finden. Genau diese beiden Städte sollen auch die Pilotkommunen für die Bürgerbüros sein, mit deren Eröffnung 2020 gerechnet wird. Zugleich erklärte Gampe, dass sich der Kreis nicht aus der Fläche zurückziehe: rund die Hälfte der Mitarbeiter der Kreisverwaltung würden weiterhin außerhalb von Görlitz tätig sein.

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