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So schön kann ein Kreisverkehr sein

Der dritte Kreisel im Wilsdruffer Gebiet ist nun endgültig fertig geworden. Ein Detail macht das Bauwerk einmalig.

Steffen Ranft und seine Heimatfreunde haben am Wochenende diese Säule in die Mitte des neuen Kreisverkehrs in Kleinopitz platziert.
Steffen Ranft und seine Heimatfreunde haben am Wochenende diese Säule in die Mitte des neuen Kreisverkehrs in Kleinopitz platziert. © Karl-Ludwig Oberthür

In der Weißeritzregion werden immer mehr Kreisverkehre gebaut. Zuletzt kam der in Kleinopitz dazu. "Es ist der dritte Kreisverkehr im Wilsdruffer Stadtgebiet", sagt Steffen Ranft, der Ortschaftsrat und Chef der Heimatfreunde Kleinopitz ist. Die anderen Kreisel befinden sich im Gewerbegebiet Hühndorfer Höhe und in Oberhermsdorf. Bisher habe sich der Kreisel im Ort bewehrt, sagt der Kleinopitzer. Er beruhigt den Verkehr und sorgt dafür, dass die Bewohner des Dorfes gut aus dem Wohngebiet herausfahren können. "Mir ist nicht bekannt, dass es hier Unfälle gab."

Mit dem Kreisverkehr wurde nicht nur die Verkehrssicherheit erhöht, sondern auch der  Ortseingang erheblich aufgewertet, findet der Kleinopitzer. Denn das Innere wurde nicht mit Beton befestigt, es wurde auch nicht mit Kieselsteinen aufgefüllt, sondern ganz nach den Wünschen der Kleinopitzer gestaltet. Das lief über den Ortschaftsrat, sagt Ranft. Ein Landschaftsgestalter hat ihn mit Natursteinen ausgelegt und Blumen gepflanzt.

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Der Kreisverkehr in Oberhermsdorf war für die Kleinopitzer das Vorbild für die Gestaltung.,
Der Kreisverkehr in Oberhermsdorf war für die Kleinopitzer das Vorbild für die Gestaltung., © Karl-Ludwig Oberthuer

Vor wenigen Tagen kam ein weiteres, nicht zu übersehendes Detail dazu. Die Kleinopitzer stellten in die Mitte des Kreisels eine Sandsteinstele auf. Dabei halfen ein Kran und die Feuerwehr mit, sagt der Chef der Heimatfreunde. Mit dabei waren auch die beiden Sponsoren, die die Stele bezahlt und gestaltet haben. Der Unternehmer Mathias Frieß, der in Kleinopitz eine Garten- und Landschaftsbau-Firma betreibt, stellte den 1,6 Tonnen schweren, zwei Meter hohen und 60 Zentimeter breiten Stein zur Verfügung. Steinmetzmeister Stefan Geith gestaltete ihn nach den Wünschen der Kleinopitzer. An jeder Seite des Steins meißelte er den Ortsnamen ein.

"Die Stele ist genau so geworden, wie wir uns das gewünscht haben", sagt Ranft. Im Verein und im Ortschaftsrat habe man lange überlegt, wie der den Ortseingang prägende Kreisel aussehen soll. Letztlich entschieden sich die Kleinopitzer, dem Vorbild der Oberhermsdorfer zu folgen. Dort wurde schon vor einigen Jahren eine Stele im Kreisverkehr errichtet. "Die hat uns gut gefallen", gibt der Ranft zu.

So sieht der Kreisverkehr in Liebenau im Osterzgebirge aus.
So sieht der Kreisverkehr in Liebenau im Osterzgebirge aus. © Egbert Kamprath

Andernorts ist man nicht ganz so erfolgreich gewesen. Im osterzgebirgischen Liebenau, das am Autobahnzubringer zwischen der A 17 und dem Tourismusgebiet Altenberg/Geising liegt, versucht der Ortschaftsrat seit Jahren, das Innere des Kreisels zu gestalten. Bisher ist das den Liebenauern nicht gelungen.

Steffen Ranft freut sich indes schon ein bisschen auf den Winter und die langen Nächte. Dann wird die Stele noch mehr zur Geltung kommen. "Wir werden sie von allen vier Seiten anstrahlen", sagt er. Noch fehlen die Leuchten, die Kabel dafür liegen schon an.

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