merken
PLUS Bischofswerda

Schandfleck in Neukirch beseitigt

Jahrelang wucherte das Unkraut auf der Insel des Kreisverkehrs aus Richtung Bautzen. Doch nun fand die Gemeinde eine nahe liegende Lösung.

Der Kreisverkehr in Neukirch: Ab jetzt pflegt die Gemeinde die bepflanzte Insel.
Der Kreisverkehr in Neukirch: Ab jetzt pflegt die Gemeinde die bepflanzte Insel. © SZ/Uwe Soeder

Neukirch. Darüber haben sich viele Neukircher lange Zeit geärgert: Wer mit dem Auto aus Richtung Bautzen oder Wilthen in den Ort kam, sah als erstes den ungepflegten Kreisverkehr. Alle Jahre im Sommer stand auf dessen Insel das Unkraut hoch, mitunter fast bis zu einem Meter.  

Seit vergangener Woche ist alles pikobello sauber: Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde haben das Gras gemäht und den Wildwuchs beseitigt. 

Gesundheit
Gesund und Fit
Gesund und Fit

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Ab jetzt nimmt die Gemeinde die Pflege der Verkehrsanlage in ihre Obhut. Sie schloss dafür mit dem Landkreis Bautzen einen Vertrag ab. "Wir erhalten einen kleinen Obolus und kümmern uns dafür um die Sauberkeit auf dem Kreisverkehr", sagte Bürgermeister Jens Zeiler (CDU). Gerade am Ortseingang sei der Kreisverkehr bisher eine schlechte Visitenkarte für Neukirch gewesen. Das wolle man ändern. 

Straßenmeistereien kämpfen mit Zeitlimit

In der Regel sind im Freistaat Sachsen die Straßenmeistereien für die Pflege von Kreisverkehren auf Bundes-, Staats- und Kreisstraßen zuständig, die sich außerhalb geschlossener Ortschaften befinden. Dabei geht es weniger um Schönheit. "Oberstes Ziel ist die Gewährleistung der Verkehrssicherheit und Funktionalität der Straße und der Nebenflächen. Reine Gestaltungsprämissen – so auch die Pflege von intensiv gestalteten Grünflächen – sind im engen Zeitregime der Straßenmeistereien nur begrenzt möglich", sagt Rosalie Stephan von der Pressestelle des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).  

Aus diesem Grund gibt es die Möglichkeit, dass Kommunen Pflegeverträge für "ihre" Kreisverkehre abschließen. Im Landkreis Bautzen nutzen bereits die Gemeinden Cunewalde für den Kreisverkehr an der Staatsstraße 115 und Schmölln-Putzkau für den Kreisel auf der Bundesstraße 98 diese Möglichkeit. Das Lasuv sei dem Abschluss weiterer Pflegeverträge gegenüber offen, erklärte die Sprecherin. 

Kreisverkehre werden immer mehr zum Hingucker

Immer mehr Städte und Gemeinden erkennen, das ein Kreisverkehr auch ein Hingucker sein kann, wenn er gut gestaltet ist.  Wünscht eine Kommune eine aufwendige Gestaltung oder Bepflanzung beispielsweise mit Stauden oder eine jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung, wird der Kreisverkehr in die Unterhaltungspflege der Kommune übergeben. Dies wird vor der Errichtung des Kreisverkehrs in einer sogenannten Ortsdurchfahrtsvereinbarung geregelt und ist somit Voraussetzung für die Übernahme der Pflege durch die Stadt oder Gemeinde, erklärt die Lasuv-Sprecherin. 

Richtig viel Arbeit mit ihrem Kreisverkehr macht sich in dieser Hinsicht die Stadt Bischofswerda. Seit Fertigstellung der Anlage vor zweieinhalb Jahren ist die Insel mit Schiebock-Skulptur und Bepflanzung top gepflegt und hätte bei einem Gestaltungswettbewerb gute Chancen, diesen zu gewinnen. 

Der Kreisverkehr in Neukirch toppt das noch nicht. Doch eine gepflegte Anlage mit Sträuchern, die man nun wieder sieht, macht ja auch schon was her. (SZ/ir)

Mit dem kostenlosen Newsletter „Bautzen kompakt“ starten Sie immer gut informiert in den Tag. Hier können Sie sich anmelden.

Mehr Nachrichten aus Bautzen lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Bischofswerda lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Kamenz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Bischofswerda