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Dippoldiswalde

Kretschmer bei den Erzsuchern

Unter Zinnwald liegt ein millionenschwerer Schatz. Den will eine Firma heben. Dabei soll nun der Ministerpräsident helfen.

Kleiner Stein, größeres Problem: Lithium-Chef Armin Müller (re.) und Bürgermeister Thomas Kirsten (li.) hoffen auf Unterstützung von Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Kleiner Stein, größeres Problem: Lithium-Chef Armin Müller (re.) und Bürgermeister Thomas Kirsten (li.) hoffen auf Unterstützung von Ministerpräsident Michael Kretschmer. © Egbert Kamprath

Der Stein, den Armin Müller hochhält, sieht nach nichts aus. Nur dass dieser etwas glitzert, erst recht, wenn der Brocken zerkleinert wird. Dann tritt der Lithium-Glimmer richtig hervor. Michael Kretschmer nimmt ein bisschen davon zwischen die Finger. In den Händen von Sachsens CDU-Ministerpräsident liegt gerade die Zukunft des Osterzgebirges. Der Zinnwaldit, wie sich das Schätzchen fachmännisch nennt, könnte für die Stadt Altenberg und die Deutsche Lithium GmbH Freiberg den Aufbruch in eine neue Zeit bedeuten.

Das Unternehmen erkundet seit 2011 die Rohstoffvorräte in Zinnwald und ist besonders an Lithium interessiert, das im Zinnwaldit steckt und vor allem für die Herstellung von Batterien benötigt wird. Nach Probebohrungen steht fest, dass von dem Schatz mehr im Berg liegt, als bislang angenommen wurde. Es konnten weitere rund 30 000 Tonnen Lithium nachgewiesen werden, sagt Geschäftsführer Armin Müller. Damit beläuft sich das Vorkommen auf etwa 125 000 Tonnen und zählt zu den größten Lagerstätten in Europa. „Das ist eine schöne Erzmenge, die uns 30 Jahre tragen könnte“, erläuterte Müller vor Kurzem den Stadträten. Rund 150 Menschen könnten hier direkt im Bergbau und in der Erzaufbereitung, die im Europark geplant ist, Arbeit finden. Das Projekt befindet sich in der heißen Phase, in der Gespräche zur Finanzierung laufen und Genehmigungen eingeholt werden. Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) geht davon aus, dass nächstes Jahr Spatenstich ist.

Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Doch bevor es so weit ist, hoffen Stadt und Investor, dass Sachsens Ministerpräsident noch bei der Umsetzung des Vorhabens Unterstützung geben kann. Beide Seiten sind daran interessiert, dass die Emissionsbelastung durch den Bergbau so gering wie möglich ist. Das taube Gestein, das beim Abbau anfällt, soll deshalb zum Teil gleich wieder im Bergwerk verschwinden, aber auch Firmen wie Landschafts- und Gartenbauern zur weiteren Verwendung angeboten werden. Der andere Teil des Abraumes soll auf einer Halde gelagert werden. Dafür ins Auge gefasst ist eine Fläche, die früher schon vom Zinnerzbetrieb genutzt wurde. Wie das gelingen kann, dazu gab es am Sonnabend ein Sechs-Augen-Gespräch in Altenberg mit Michael Kretschmer.

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