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Sebnitz

Kreuzstraße bleibt wegen Brandruine gesperrt

Die Nachbarn sind mit dem Schrecken davon gekommen. Die Gefahr in dem Sebnitzer Areal ist aber nicht gebannt.

Einen Tag nach dem Brand ist das ganze Ausmaß ersichtlich. Die umliegenden Häuser konnten zum Glück durch die Feuerwehrleute geschützt werden.
Einen Tag nach dem Brand ist das ganze Ausmaß ersichtlich. Die umliegenden Häuser konnten zum Glück durch die Feuerwehrleute geschützt werden. © Dirk Zschiedrich

Die Turmspitze ist ab, das komplette Dach weg. Einige Teile waren bereits am Freitagabend bei dem Großbrand im Haus Kreuzstraße 23 in Sebnitz abgestürzt. Die restliche Dachkonstruktion sackte dann ein paar Stunden später ab. Deshalb musste die Sebnitzer Feuerwehr auch mehrmals wieder zum Brandhaus ausrücken.

Bereits am Sonnabend waren Feuerwehr, Polizei und das Ordnungsamt vor Ort, um das weitere Vorgehen zu besprechend. Zur Sicherheit wurde auch der DRK-Rettungsdienst mit angefordert. Die Löscharbeiten sind zum Glück ohne Verletzte über die Bühne gegangen. Und das soll auch so bleiben. Die Anwohner blieben unverletzt und die Nachbarhäuser dank kontrollierter Löscharbeiten ebenfalls unbeschädigt. Doch wie geht es nun weiter? In sozialen Netzwerken wird seit Freitagabend viel diskutiert. Das Haus soll mittlerweile einen Eigentümer aus Russland haben. Außerdem gab es Hinweise darauf, dass sich immer wieder mal Personen in dem Haus aufgehalten haben. Eine konkrete Aussage zur Brandursache können die Brandermittler noch nicht treffen.

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Das Haus steht seit dem Jahr 2002 leer und ist schon seit langem baufällig. 2015 hatte es der damalige Besitzer für herrenlos erklären lassen. Das nutzte ihm jedoch nichts, weil er zuvor mehrere Auflagen von Behörden ignoriert hatte, das Haus zu sichern. Die Sicherung nahm er im Mai 2016 dann vor. Im Februar 2017 wurde das Gebäude bei einer Grundstücksauktion für das Mindestgebot in Höhe von 7 000 Euro an einen neuen Eigentümer versteigert.

Die Stadt Sebnitz hat einen Statiker beauftragt, sich die Gebäudestruktur anzusehen. Das Ergebnis bestimmt die weitere Handlungsweise. Wenn die Gebäudestruktur stabil sei, erfolge eine Notsicherung, und die Vollsperrung der Kreuzstraße könne aufgehoben werden, teilt die Stadt mit. Bei Instabilität und Einsturzgefahr des Gebäudes bleibt die Vollsperrung bestehen und eine Gebäudesicherung wird eingeleitet, indem die einsturzgefährdeten Teile abgetragen werden, heißt es aus dem Rathaus. Danach entscheide sich, ob und wie lange die Straßensperrung bleiben müsse. „Die Stadt Sebnitz hat den Eigentümer umfassend informiert und wird mit Nachdruck die erforderliche Gebäudesicherung einfordern, notfalls im eigenen Auftrag auf Kosten des Eigentümers“, sagt Rathaussprecherin Kerstin Nicklisch. Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) hat sich bei den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz bedankt. „Dennoch zeigt uns der Vorfall, dass die leerstehenden Gebäude, jedes für sich, ein potenzielles Risiko sind und die Abrissmaßnahmen der letzten Jahre, und zwar jedes Gebäudes, richtig waren“, so der Oberbürgermeister.

Die Stadt selbst hat bereits einige Anstrengungen unternommen, leer stehende Gebäude sichern zu lassen, wie zum Beispiel in der Weberstraße. Ein weiteres Beispiel sei die Kreuzstraße 5, wo die Stadt den neuen Eigentümer, die Firma Bendl HTS Hoch- und Tiefbau Sebnitz, unterstütze, wo es nur gehe. „Wir werden aber auch in Zukunft um Abrisse nicht herum kommen“, sagt Miek Ruckh. Das geschehe nicht wahllos, sondern nach dem vom Stadtrat beschlossenem städtebaulichen Entwicklungskonzept, das klare Vorgaben für die Verwaltung mache.

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