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Kreuzung in Dobra wird 2014 entschärft

Die Sanierung sollte schon dieses Jahr beginnen. Über den Winter zu bauen, birgt jedoch Risiken. Das wollte die Kommune nicht.

Von Katarina Lange

In Dobra sind Fußgänger bald sicherer unterwegs. Und auch Autofahrer können sich freuen, wenn die Staatsstraßen S 164 und S 161 in Dobra saniert werden. Eigentlich sollten noch in diesem Jahr die Bagger anrollen. Im November war der Baustart geplant. Der Termin wurde jedoch auf das nächste Frühjahr verschoben.

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Eine Mitschuld daran trägt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Der Freistaat ist federführend für die Sanierung der Kreuzung zuständig. Und damit für die Vorbereitungen. Dabei kam es wohl zu einem Zeitproblem. Denn die Bauarbeiten wurden vom Landesamt erst sehr spät ausgeschrieben. Am 11. November hätten die Bautrupps erst nach Dobra anrücken können. Dieser späte Baustart sorgte bei der Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach für erhebliche Sorgenfalten.

Fußweg für mehr Sicherheit

Im Winter zu bauen sei abenteuerlich, argumentierte Bürgermeister Jochen Frank (Unabhängige Bürger). Es sei nicht sicher, dass die Arbeiten noch vor dem ersten Schnee abgeschlossen werden könnten. Werden die Bauarbeiter nicht fertig, müsste die Baustelle über den Winter pausieren. Hinzu kommt die geplante Straßensperrung. Diese würde über den Winter für erhebliche Behinderungen sorgen. Das könne man nicht verantworten. Die Kommune setzte sich deshalb dafür ein, den Baustart auf das Frühjahr zu verschieben. Vorgesehener Baustart wäre dann der 15. März. Je nach Witterung soll die Sanierung bis Ende Mai abgeschlossen sein. Der Freistaat nutzt die Zeit dazwischen trotzdem. Die Bauleistungen wurden schon ausgeschrieben und sollen noch dieses Jahr vergeben werden.

Die beiden Ortsdurchfahrten in Dobra sind seit Jahren in einem schlechten Zustand. Die S 164 aus Richtung Lohmen, die Pirnaer Straße, sowie Teile der Staatsstraße 161 bis zum Abzweig nach Stürza sollen deshalb saniert werden und eine neue Schwarzdecke erhalten. Der Kreuzungsbereich am Dobraer Försterhaus wird im Gegensatz zu den Durchfahrtsstraßen grundhaft ausgebaut. Auch optisch soll sich die Kreuzung verändern. Das markante grüne „Dreieck“ in der Straßenmitte soll verschwinden. Die Kommune hatte sich an dieser Stelle eigentlich einen Kreisverkehr gewünscht. Der Platz wäre da. Im Planungsentwurf ist diese Variante allerdings nicht berücksichtigt worden. Die Kreuzung wird in ihrer eigentlichen Form bleiben.

Die Kommune ist in die Bauarbeiten selbst auch involviert. Und zwar, was die Fußwege angeht. Die Gemeinde wird an der Kreuzung am Försterhaus zwei Fußwege bauen. Das soll für mehr Sicherheit sorgen. Ein Bürgersteig entsteht direkt am Försterhaus. Hier gibt es schon einen kleinen Gehweg. Dieser soll entlang der Kreuzung bis zur Bushaltestelle erweitert werden. Ein zweiter Fußweg ist genau gegenüber, entlang der Kreuzung an der Pirnaer Straße, geplant. Insgesamt entstehen so auf 285 Metern neue Fußwege. In diesem Zusammenhang wird zudem die Straßenentwässerung erneuert. Die Enso bringt sich beim Straßenbau mit ein. Entlang der Staatsstraße 161 will der Energieversorger die bestehenden Gasleitungen und Hausanschlüsse austauschen.

Dürrröhrsdorf-Dittersbach rechnet mit Baukosten von rund 118 000 Euro. Da die Gemeinde auf die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen verzichtet, kann nur knapp die Hälfte der Summe über Fördermittel finanziert werden.