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Krisentreffen zu Fäkaliengruben

Wenige Wochen vor der Eröffnung der Badesaison am Brettmühlenteich ist weiterhin unklar, ob die abflusslosen Fäkaliensammelgruben im Naherholungszentrum (NEZ) wirklich dicht sind. Wie die SZ in Erfahrung brachte, gibt es in Kürze mit Behördenvertretern ein Krisentreffen vor Ort.

Wenige Wochen vor der Eröffnung der Badesaison am Brettmühlenteich ist weiterhin unklar, ob die abflusslosen Fäkaliensammelgruben im Naherholungszentrum (NEZ) wirklich dicht sind. Wie die SZ in Erfahrung brachte, gibt es in Kürze mit Behördenvertretern ein Krisentreffen vor Ort. Dann wird entschieden, wie es weitergeht.

Zur Erinnerung: Das NEZ befindet sich im Trinkwasserschutzgebiet Speichersystem Radeburg im Einzugsbereich des Wasserwerkes Rödern. Die abflusslosen Sammelgruben wurden am 27. November im geleerten Zustand behördlich in Augenschein genommen. Dabei waren ein Vertreter der Gemeinde, Mitarbeiter des Umweltamtes und Verantwortliche des Abwasserverbandes. Die Gemeinde wurde unmissverständlich aufgefordert, bis Ende März einen Dichtheitsnachweis zu erbringen. Die Frist ist verstrichen. Wie ist die Rechtslage?

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„In Trinkwasserschutzgebieten gelten die Regelungen der jeweiligen Wasserschutzgebietsverordnung, die von der Wasserbehörde (Landratsamt) mit standortkonkreten Anforderungen an abflusslose Gruben festgesetzt werden. Dort können für das jeweilige Schutzgebiet auch regelmäßige Dichtheitsprüfungen an vorhandene abflusslose Gruben vorgeschrieben werden“, so Pressesprecher Frank Meyer vom Umwelt-Ministerium.

Was gut klingt, aber in der Praxis, sprich in Zschorna, leider nicht so gut funktioniert. Auf SZ-Anfrage räumt das Landratsamt Meißen ein, dass es für das dortige Trinkwasserschutzgebiet „keine Regelungen für die Dichtheitsprüfungen von abflusslosen Sammelgruben gibt“. Aber, so stellt Sprecher Eberhard Franke klar, „ist grundsätzlich zunächst mal jeder Eigentümer selbst für seine Grube verantwortlich. Wer also begründete Zweifel daran hat, dass seine Grube dicht ist, muss sich auch ohne behördliche Anordnungen kümmern“. Womit der Spielball bei der Gemeindeverwaltung Tauscha liegt. Wann im NEZ die Fäkaliengruben zuletzt auf Dichtheit geprüft wurden, darauf gibt es von Bürgermeister Christian Creutz keine Antwort. „Uns bleibt die Möglichkeit einer Anordnung“, spricht Eberhard Franke Klartext. Werner Peters