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Kritik an Dippser Unternehmerumfrage

Seit vergangenem Freitag ist die Umfrage der Stadt Dippoldiswalde online gestellt. Jetzt gibt es erste Unzufriedenheit damit.

Mit diesem Logo wird die Stadtverwaltung Dippoldiswalde für ihre neue Initiative zur Wirtschaftsförderung.
Mit diesem Logo wird die Stadtverwaltung Dippoldiswalde für ihre neue Initiative zur Wirtschaftsförderung. © Stadt Dippoldiswalde

Seit Freitag sind die Unternehmer im Stadtgebiet Dippoldiswalde aufgefordert, sich an einer Umfrage der Stadtverwaltung zu beteiligen. Mit dieser Umfrage will Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) die Wirtschaftsförderung auf den Weg bringen und an den Bedürfnissen der Betriebe ausrichten.

Dafür hat sich auch Falk Kühn-Meisegeier interessiert. Er ist doppelt betroffen. Als Stadtrat der Freien Wähler verfolgt er das Handeln der Stadtverwaltung aufmerksam, und als Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Dippoldiswalde zählt er auch zur Unternehmerschaft im Stadtgebiet. Er verweist darauf, dass die Genossenschaft seit 2014 über 20 Millionen Euro in Dippoldiswalde investiert hat.

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Online ersetzt nicht das persönliche Gespräch

Doch er ist enttäuscht. Er kritisiert erstens den Weg der Online-Umfrage. „Nicht nur Dippser Unternehmen wollen persönlich angesprochen werden. Dort wo persönliche Beziehungen vorherrschen, gibt es auch mittelfristig Erfolge“, sagt Kühn-Meisegeier. Eine Online-Umfrage und Kommunikation über Facebook können seiner Meinung nach das persönliche Gespräch nicht ersetzen.

Weiter bemängelt der Wohnungsmanager, dass hier Aufgaben an „Szeneunkundige“ übertragen werden. Körner hat Pia Jantschke, eine duale Studentin der Fachhochschule Meißen, die bei der Stadt angestellt ist, mit Aufgaben der Wirtschaftsförderung beauftragt. Darüber hinaus bezweifelt Kühn-Meisegeier, dass der Handels- und Gewerbeverein die Unternehmen in Dippoldiswalde und seinen Ortsteilen repräsentiert. „Das kann er auch nicht, weil seine Mitgliederstruktur dies nicht zulässt“, sagt er.

Fragen zu Corona-Folgen, Welterbe und zum Marktplatz

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Die Umfrage ist auf dem Onlineportal zur Bürgerbeteiligung in Sachsen für jedermann zugänglich. Auf der ersten von sechs Seiten erfragt die Stadtverwaltung dort die Branche, die Zahl der Mitarbeiter und die Struktur des Betriebs. Dann folgt eine Seite zu den Folgen der Corona-Pandemie. Hier will die Stadt wissen,  ob es Engpässe gab, die Produktion reduziert oder aufgestockt wurde, ob es Kurzarbeit gab oder die staatlichen Hilfen in Anspruch genommen wurden. Weiter werden die Zukunftserwartungen abgefragt. Dazu will die Stadtverwaltung wissen, ob die Unternehmer Bauland oder Gewerberäume für eine Erweiterung benötigen und wo sie wirtschaftliches Potenzial sehen. Fragen zur Nutzung des Titels „Welterbe Montanregion“ und zur Gestaltung des Dippser Marktplatzes folgen wie zum Wirtschaftsstandort Dippoldiswalde. Bis 18. September haben die Unternehmer hier die Möglichkeit teilzunehmen. 

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