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Döbeln

Kritik an neuem Sozialtrakt

Die Duschen auf dem Sportplatz sind nur unvollständig ausgestattet, meint ein Stadtrat. Die Fußballer sehen das anders.

Allerhand Kritik gibt es zum neuen Sozialtrakt am Sportplatz an der Haßlauer Straße, vor allem zu dessen Innenausstattung.
Allerhand Kritik gibt es zum neuen Sozialtrakt am Sportplatz an der Haßlauer Straße, vor allem zu dessen Innenausstattung. © Dietmar Thomas

Roßwein. Die Liste ist lang und negativ. Während der Stadtratssitzung kritisiert Uwe Hachmann (SPD) die Ausstattung des neu gebauten Sozialtraktes auf dem Sportplatz an der Haßlauer Straße. Dort fehlt dem SPD-Stadtrat einiges.

In den Duschräumen gebe es keine Haken für die Handtücher, keine Ablagen für das Duschgel, keinen separaten Wasserhahn, an dem ein Schlauch zum Reinigen angeschlossen werden könnte und kein Ausgussbecken zum Säubern der Fußballschuhe. Außerdem sei die Dusche für die Schiedsrichter nicht ebenerdig. Wenn jemand privat neu baut, werde heutzutage darauf Wert gelegt. Auch einen Raum für Putzmittel gebe es nicht. „Bei einer Ausgabe von 1,4 Millionen Euro hätte das alles dazugehört“, meint Hachmann.

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Bauamtsleiter Dirk Mehler ist die Situation bekannt. Er erklärt, dass das Meiste umgehend nachgerüstet werde. Die Diskussion um das Zubehör sei bereits im Vorfeld des Baus mit dem Planungsbüro geführt worden. Das habe mitgeteilt, dass es nicht üblich sei, eine solche Ausstattung in die Planung aufzunehmen. Gerade Haken und Seifenablagen würden normalerweise individuell vom Eigentümer des Gebäudes beschafft und angebracht.

Trotzdem ist Hachmann die Vorgehensweise unverständlich und er nennt den Zustand untragbar. Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) verdeutlicht die Situation. Der Sozialtrakt ist ein Ersatzneubau für den auf dem Niederstriegiser Sportplatz. Das Gebäude wurde bereits zweimal von Hochwassern in Mitleidenschaft gezogen. 

Die Sächsische Aufbaubank (SAB), die den Neubau komplett aus dem Flutfonds finanzierte, habe darauf geachtet, dass dieser nicht besser ausgestattet ist als das Objekt in Niederstriegis. 

Nicht nur bei einem Punkt habe die SAB den Rotstift angesetzt. Nur mit Mühe habe Lindner die Verantwortlichen davon überzeugen können, dass zwei Schiedsrichterduschen eingebaut werden. Das hätten die aber auch nur akzeptiert, weil es nicht nur männliche, sondern auch weibliche Schiris gibt.

Eine neue Stiefelwäsche sei nicht nötig, die Fußballer würden die alte nutzen. Das hätten die Sportler jedenfalls im Vorfeld erklärt, sagt Peter Krause (Die Linke). Im Technikraum sei außerdem genug Platz, um Putzmittel unterzubringen. Krause sieht ein ganz anderes Problem. Bisher sind die Toiletten nicht von innen abschließbar. Aber auch das soll sich ändern.