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Kritik an Plänen für den Bürgergarten

Die Neugestaltung der Parkanlage wirft einige Fragen auf. Die Stadtverwaltung bemüht sich um Transparenz.

Bei der Neugestaltung des Bürgergartens ist bisher auch das Fällen oder die Umsetzung von Bäumen vorgesehen, damit wieder Sichtachsen entstehen.
Bei der Neugestaltung des Bürgergartens ist bisher auch das Fällen oder die Umsetzung von Bäumen vorgesehen, damit wieder Sichtachsen entstehen. © Jens Hoyer

Döbeln. Es passiert nicht oft, dass Döbelner die Möglichkeit nutzen, im Stadtrat Probleme anzusprechen. Diesmal traten zwei Frauen gemeinsam ans Mikrofon. 

Tina Walter und Simone Lang beschäftigt die geplante Neugestaltung des Bürgergartens. Prinzipiell begrüßen die beiden, die sich als tendenziell den Grünen angegliedert bezeichnen, das Vorhaben. Aber sie bezweifeln, dass bei einer Zahl von rund 20.000 Einwohnern 20 eine repräsentative Meinung darstellen. 20 Döbelner hatten sich an der Ideenfindung für die Aufwertung der Parkanlage beteiligt (Saechsische.de berichtete).„Wir hatten zur Optimierung des Bürgergartens einen langen Prozess und verschiedene Aufrufe in den Tageszeitungen und im Rathausjournal. Daraufhin haben sich Bürger persönlich, telefonisch und per E-Mail gemeldet“, erklärte Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU). Darauf habe es einen Workshop gegeben und Bürger sowie Räte hätten sich gemeinsam bei einem Rundgang im Bürgergarten umgesehen. „Es war also ein transparenter Prozess“, meinte Liebhauser.

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Warum müssen Bäume gefällt werden?

Trotzdem hakte Tina Walter nach: „Weshalb müssen Bäume gefällt werden, die bisher ungehindert wachsen durften, nur um Sichtachsen zu erhalten?“ Dadurch würden sowohl der Pflegeaufwand als auch die Kosten zur Unterhaltung des Parks höher. Darüber sei noch nicht abschließend entschieden, so Liebhauser. Es werde vor allem angestrebt, „im Rahmen der Möglichkeiten“, Bäume zu versetzen.

Simone Lang macht sich auch darüber Gedanken, was denn unter bespielbarer Kunst zu verstehen ist, die in den Bürgergarten integriert werden soll. „In Döbeln sind schon viele Spielflächen entstanden. Dafür musste aber auch viel Grün weichen“, sagte sie. Und Betontiere, wie in der Innenstadt, die einige mögen und andere schmähen, würden nicht in den Park passen.

Betontiere kommen bei Kindern an

In dieser Beziehung schlagen zwei Herzen in der Brust des Oberbürgermeisters, wie er in der Sitzung sagte. Die Betontiere kämen vor allem bei kleineren Kindern gut an. Auch bei seinen. Und das sei die Zielgruppe.

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Im Bürgergarten habe der Inhaber des Restaurants bereits einen kleinen Spielplatz gebaut. „Der trägt zur Attraktivität des Parks bei. Aber das soll noch nicht die abschließende Lösung sein“, so Liebhauser. Wie der Bürgergarten letztendlich gestaltet werde, entscheide der Stadtrat.„Inwieweit kann der Bürger dabei noch Einfluss nehmen?“, wollte Simone Lang wissen. Der Entwurf werde im September oder Oktober im öffentlichen Teil des Stadtrates vorgestellt. Die Umsetzung dieser Pläne hänge dann von der Finanzierbarkeit ab, erklärte Sven Liebhauser.

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