merken
PLUS

Krögiser Kirchenglocken bleiben zu Weihnachten stumm

Krögis. Der Kran hat sie am Haken, die Glocken der Krögiser Kirche, und geleitet sie sicher nach unten. Nach rund 60 Jahren haben zwei der drei Kirchenglocken ausgedient. Die Stahlglocken, die in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts angefertigt wurden, werden jetzt ersetzt durch Bronzeglocken.

Krögis. Der Kran hat sie am Haken, die Glocken der Krögiser Kirche, und geleitet sie sicher nach unten. Nach rund 60 Jahren haben zwei der drei Kirchenglocken ausgedient. Die Stahlglocken, die in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts angefertigt wurden, werden jetzt ersetzt durch Bronzeglocken. So, wie die Originale, die einst für Kriegszwecke eingeschmolzen wurden. Die Stahlglocken sind stark in Mitleidenschaft gezogen. Erhalten bleibt nur die kleinste, die Taufglocke. Sie ist aus Bronze und hat die Kriegswirren überlebt. Jetzt wird auch sie restauriert.

„Wir sind sehr froh, dass nach der Außensanierung nun auch neue Glocken gegossen werden. Bronzeglocken haben doch einen ganz anderen Klang als die Stahlglocken“, freut sich Undine Wachtel vom Kirchenvorstand. Anfang Dezember sollen die Bronzeglocken in Lauchhammer gegossen werden. Kleiner Wermutstropfen, den die Krögiser aber verschmerzen können: Zu Weihnachten und zu Silvester bleiben die Glocken in diesem Jahr stumm.

sz-Reisen
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken

Bei SZ-Reisen findet jeder seine Traumreise. Egal ob Kreuzfahrt, Busreise, Flugreise oder Aktivurlaub - hier bekommen Sie für jedes Reiseangebot kompetente Beratung, besten Service und können direkt buchen.

Wann die neuen Exemplare eingebaut werden können, steht noch nicht fest. Erneuert werden auch die Aufhänger und der Glockenstuhl. Rund 75 000 Euro wird alles kosten. Die sächsische Landeskirche stellt Geld zur Verfügung, die Kirchgemeinde muss Eigenmittel aufbringen. Dennoch fehlen noch immer rund 10 000 Euro. Die sollen mit Spenden aufgebracht werden.

Bei der Zier der Glocken soll der Bezug zum früheren Geläut erhalten bleiben und zugleich Neues entstehen, so Pfarrer Christoph Rechenberg. Früher standen die Glockengeläute oft unter dem Thema „Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.“ „Dieses Thema haben wir aufgenommen und das Geläut unter das Thema der drei anderen Artikel des Glaubensbekenntnisses gestellt“, so Rechenberg. (SZ/jm)