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Küken und Hasen aus der Osterbäckerei

In Reichenbach und Königshain gibt es eine große Auswahl an Ostergebäck. Das ist aber nicht überall so.

Von Steffen Gerhardt

Es ist nur Zufall, dass das gelbe Poloshirt von Benita Marschner die gleiche Farbe wie ihre Osterküken hat. Denn diese gehören jetzt zu ihrer Arbeit in der Bäckerei Jesche in Reichenbach. Aber es macht ihr Spaß, diese filigranen Backwerke zu schaffen, und da identifiziert sie sich gern mit den stummen Tieren aus Teig – auch wenn manche Überstunde für sie dran hängt. „Es sind die Küken nicht allein, dazu kommen noch kleine Hasen, gleichfalls aus Mürbteig, und Osternester mit bunten Zuckereiern“, zählt sie auf. Die Tiere werden von ihr mit der Hand bemalt und bekommen dadurch ihr Gesicht. Diese bunte Vielfalt, ergänzt noch durch andere österliche Tiere, die aus Milchbrötchenteig oder „Abgerührter“ geformt werden, erfreut die Kundschaft. „Seit vergangener Woche sind wir auf Ostern eingestellt und unsere Kunden nehmen es dankend an“, sagt die Lebenspartnerin von Bäckermeister Dirk Jesche.

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Wie bei Jesches sind die Auslagen vieler Bäckereien jetzt mit Süßem zum Osterfest dekoriert. Auch die großen Bäckereien mit ihren Filialen lassen sich das Ostergeschäft nicht entgehen. Solch eine österliche Backvielfalt ist aber nicht in jeder Bäckerei zu haben. Das erfuhr die SZ bei ihrer Nachfrage. In Zodel gibt es nur Osterbrote, versichert Bäckermeister Sebastian Gisa. Damit scheint die Kundschaft auch zufrieden zu sein, denn anderes österliches Gebäck wurde bisher nicht verlangt.

Anders in Reichenbach. Seit Jesche in den 1990er Jahren die Bäckerei an der Löbauer Straße übernommen hat, gehört österliches Backwerk mit dazu. Schuld daran, so Benita Marschner, war eigentlich ein Teigrest, den sie noch verarbeiten wollte. Und da nahm sie die von der häuslichen Weihnachtsbäckerei her bekannten Ausstechformen und hatte für den Teig noch eine Verwendung. Nur die Stückzahlen sind in der Bäckerei viel größer als am heimischen Backofen. Das liegt aber allein schon an den größeren Blechen und der Kundschaft. „Nicht wenige unserer Kunden verschenken die Backwaren oder schicken sie an ihre Kinder und Verwandten“, weiß Benita Marschner aus Gesprächen mit ihrer Kundschaft. Sie sind nur im Hauptgeschäft in Reichenbach und in der Filiale in Markersdorf erhältlich.

Während in der Bäckerei Jesche die Osterproduktion auf Hochtouren läuft, startet die Feinbäckerei Melzer damit erst nächste Woche. Es ist aber nicht so, dass es in der Königshainer Bäckerei nichts Österliches zu essen gibt. Inhaberin Heike Eichler verweist auf die Osterbrote, die seit vier Wochen gebacken werden. Ebenso auf die Osternester, gefüllt mit Eiern aus Marzipan. „Aber unsere Osterlämmer kommen erst eine Woche vor dem Osterfest auf den Ladentisch“, sagt die Königshainerin. Und das aus gutem Grund: „Die Lämmer backen wir aus Rührteig, und daher sollen sie zu Ostern auch noch frisch sein.“ Das trifft auch auf die kleinen Hasen zu, die die Bäckerei aus Pfannkuchenteig fertigt. Auch sie werden sich ab kommender Woche in der Auslage drängeln.

So wie die Bäckerei Jesche haben auch Eichlers gute Erfahrungen mit der Osterbäckerei gemacht. „Die Kunden warten schon darauf, wenn es das Backwerk gibt, zudem liegen schon einige Bestellungen für die Osterlämmer vor“, ergänzt die Inhaberin.