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Kümmel-Memory für Schulanfänger

Die neuen Grundschüler sollen spielerisch ihre Heimat entdecken. Der Nieskyer Cartoonist hat dazu originelle Ideen aufs Papier gebracht.

Anton hat das neue Memory-Spiel schon mal getestet, das die Schulanfänger im Neißeland bekommen sollen. Die Motive gezeichnet hat der Nieskyer Cartoonist Kümmel.
Anton hat das neue Memory-Spiel schon mal getestet, das die Schulanfänger im Neißeland bekommen sollen. Die Motive gezeichnet hat der Nieskyer Cartoonist Kümmel. © André Schulze

Wenn am letzten Sonnabend im August die Schuleinführungen im Landkreis stattfinden, können sich die Erstklässler im Neißeland auf eine ganz besondere Überraschung freuen. 

Denn zusammen mit den Wünschen für eine erfolgreiche Schulzeit bekommen sie auch ein Memory-Spiel überreicht. Das hat der Nieskyer Cartoonist Kümmel kreiert, die Touristische Gebietsgemeinschaft (TGG) Neißeland war Auftraggeber.

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Entstanden ist das Spiel bereits vor einigen Monaten. Eigentlich sollte ein Projekt mit Reichenbach und seiner tschechischen Partnergemeinde entstehen, mit dem man den Tourismus am Rotstein ankurbeln wollte. Maja Daniel-Rublack, die Geschäftsführerin der TGG, akquirierte Fördermittel dafür. Aus dem örtlichen Bezug wurde schließlich einer, der das gesamte Neißeland umfasst. Und statt gewöhnlicher Werbemittel entstand das inhaltlich nicht alltägliche Memory-Spiel.

Memory-Spiel soll für Tourismus werben

Cartoonist Kümmel warf all sein Können in die Waagschale und zeichnete Ansichten von 20 touristischen Highlights - mit flottem Stift und dem ihm eigenen Kümmel-Charme. So gibt es zum Beispiel Ansichten des Fürst-Pückler-Parks und der Waldeisenbahn Bad Muskau. Auch eine Bootsfahrt auf der Neiße, die Kulturinsel Einsiedel, das Reichenbacher Erlebnisbad, die Insel der Sinne am Berzdorfer See und der Findlingspark Nochten sind dargestellt. Produziert wurde das ungewöhnliche Spiel von einer auf Memory-Herstellung spezialisierten Druckerei in Großschönau. 

Die mit 500 Exemplaren hergestellte erste Auflage kam nicht nur bei der TGG als Auftraggeber sehr gut an, sondern auch bei den Mitgliedern des Vereins. Sie setzen das Spiel seither für Werbezwecke ein, um die Region zwischen Bad Muskau und Ostritz bei potenziellen Touristen noch bekannter zu machen.

Jede Grundschule wird mit Memorys versorgt

Bekannt werden sollen die verschiedenen Objekte nun auch bei den Erstklässlern im Neißeland. "In erster Linie geht es ja um die Wiedererkennung. Wenn die Kleinen mit ihren Eltern oder Großeltern spielen, dann sind die einzelnen Attraktionen immer im Gespräch", erklärt Kümmel den Sinn des Ganzen. Er und Maja Daniel-Rublack verteilen die Memorys in der Woche vor dem Schuljahresbeginn an alle im Neißeland befindlichen Grundschulen. Mithilfe von Fördermitteln aus dem Sächsischen Mitmachfonds wurde das Spiel in 1.500-facher Ausfertigung neu aufgelegt.

Ob sich aus der Ursprungsidee noch weitere Projekte ergeben, muss die Zeit zeigen. Vorstellbar wären Puzzles oder Magnete mit lokalem Bezug, vielleicht auch ein Kartenspiel mit Neißeland-Motiven.

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