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Künftig 9 Euro für Verbundraum-Fahrt

Der VVO erhöht zum 1. August die Preise – alte Tickets bleiben aber bis Monatsende gültig oder können umgetauscht werden.

„Finde den Unterschied“ – die rechts aufgelisteten VVO-Fahrscheine sind entwertet und damit abgegolten, wie der Stempel-Aufdruck jeweils rechts beweist; die zwei Tickets links sind noch gültig – bis 1. beziehungsweise 31. August 2020.
„Finde den Unterschied“ – die rechts aufgelisteten VVO-Fahrscheine sind entwertet und damit abgegolten, wie der Stempel-Aufdruck jeweils rechts beweist; die zwei Tickets links sind noch gültig – bis 1. beziehungsweise 31. August 2020. © Repro: Uwe Jordan

Hoyerswerda. Zum 1. August erhöht der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) die Preise – steigende Kosten für Energie sowie hohe Tarifabschlüsse im vergangenen Jahr für die Mitarbeiter seien die Ursachen für die schon im Dezember 2019 beschlossenen Preisanpassungen, wie das euphemistische Wort für „-erhöhungen“ lautet.

Für Hoyerswerda etwa bedeutet das: Wer auf eine Karte (für vier Stunden ab Entwertung) mit allen Verkehrsmitteln des VVO im gesamten Verbundraum unterwegs sein darf, zahlt ab 1. August dafür nicht mehr 8,60 Euro, sondern 9 Euro.

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Übergangsfrist bis 31. August

Schön und gut beziehungsweise nicht ganz so gut – aber was wird aus Fahrscheinen, die „auf Vorrat“ gekauft worden sind und jetzt über die Verfallsgrenze hinaus zu kommen drohen? „Damit sich alle Fahrgäste auf die Änderungen zum 1. August einstellen können, gelten Übergangsregeln. Alte 4er-Karten gelten noch bis zum 31. Oktober. Alle anderen Fahrscheine sind noch bis zum 31. August gültig und können ganz normal verwendet werden.“ Ganz eindeutig: Wer bis zum 31. August ein 8,60-Euro-Verbundraum-Ticket für vier Stunden Freifahrt vorweisen kann (entsprechende Entwertung vor Antritt der Fahrt vorausgesetzt), hat nichts zu befürchten: der Fahrschein wird als vollgültig anerkannt. Wer aber ab dem 1. September versucht, mit solch einem alten Ticket zu reisen, muss damit rechnen, mit 60 Euro in Strafe genommen zu werden. Auch die Option eines Nachzahlens von 40 Cent im Zug, um auf 9 Euro zu kommen, existiert nicht.

Umtausch am Lausitzer Platz

Verloren sind die 8,60 Euro aber nicht: In allen Servicezentren der Verkehrsunternehmen sowie in der nächstgelegenen VVO-Mobilitätszentrale (in Hoyerswerda am Lausitzer Platz) kann man ab 1. August alte Tickets gegen entsprechenden Aufpreis (bei der Vier-Stunden-Karte 40 Cent) in neue umtauschen. Diese Umtauschmöglichkeit besteht laut Bürgerlichem Gesetzbuch drei Jahre, also bis 1. August 2023 – dann ist das 8,60-Euro-Ticket nur noch Erinnerungs- oder Sammlerstück ohne direkt nutzbaren materiellen Gegenwert.

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