SZ +
Merken

Künftige Räte wollen sich für den Nachwuchs einsetzen

54Kandidaten tretenim Ort am 7.Juni zur Gemeinderatswahl an.Das ist Rekord.

Teilen
Folgen

Von Romy Kühr

Von Politikverdrossenheit kann in Eibau keine Rede sein. 54 Einwohner wollen künftig in der Kommunalpolitik in ihrem Heimatort mitmischen und bewerben sich um einen Sitz im Gemeinderat. Das freut vor allem Bürgermeister Michael Görke. Er ist stolz, dass sich so viele Eibauer engagieren wollen. So viele Kandidaten gab es zur Gemeinderatswahl noch nie in der Oberlandgemeinde.

Die neuen Bürgervertreter erwarten aber auch teilweise keine leichten Aufgaben. So wird zum Beispiel noch in diesem Jahr entschieden werden müssen, ob der Kindergarten „Max & Moritz“ im Ortsteil Neueibau erhalten bleibt. Vor knapp zwei Jahren hatte der Gemeinderat eine Frist gesetzt bis 2009. Dann soll geprüft werden, wie sich die Auslastung entwickelt hat und ob der Kindergarten auch nach dem Jahresende Bestand haben wird. Die CDU-Kandidaten kündigen zum Beispiel an, sich vor allem für die Jüngsten im Ort einsetzen zu wollen. Gute Betreuung und Bildung in den Kindertagesstätten ist eines ihrer Ziele.

Aber auch die neu gegründeten Freien Wähler sehen das als einen wichtigen Punkt an. Wichtig für den Ort seien nicht nur Baumaßnahmen, sondern auch soziale Komponenten. Mit dem Bau eines neuen Kindergartens in Eibau und umfangreichen Modernisierungsarbeiten in der Walddorfer Kita wurde auf diesem Gebiet schon viel erreicht. Ein Konzept für den Faktorenhof steht ebenfalls auf der Agenda des neuen Gemeinderates. Und der Bürgermeister selbst hat eine Arbeitsgruppe Jugend initiiert. Jugendliche selbst sollen hier ihre Meinung einbringen, was für ihre Altersgruppe noch verbessert werden könnte im Ort. Das Heft hat jetzt der Verein Kinderland Sachsen e.V. in die Hand genommen und bereits ein erstes Jugendforum organisiert.

Aber auch für die künftigen Eibauer Gemeinderäte wird es eine Herausforderung sein, ihren Ort für Alt und Jung so mitzugestalten, dass er für viele als Wohnort attraktiv bleibt.