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Kürzere Wartezeiten für Patienten

Dr. Matthias Klein verstärkt Allgemeinmedizinische Praxis des MVZ Radeberg. Davon kann auch Großröhrsdorf profitieren.

Dr. Klein stammt aus Sachsen-Anhalt, studierte in Dresden und verstärkt nun das Ärzteteam im Rödertal.
Dr. Klein stammt aus Sachsen-Anhalt, studierte in Dresden und verstärkt nun das Ärzteteam im Rödertal. © Thorsten Eckert

Radeberg/Großröhrsdorf. Im vorigen Jahr war es eine frohe Botschaft für Großröhrsdorf. Da konnte das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Radeberg mit Dr. Markus Fuchs einen neuen Arzt für die Außenstelle auf der Lutherstraße gewinnen. Nun gibt es erneut Zuwachs im MVZ: Dr. Matthias Klein verstärkt das Praxisteam am Standort im Haus E auf dem Radeberger Klinikgelände. Gemeinsam mit seiner Kollegin Dr. Heike Siepker sichert der 34-Jährige nun die Sprechzeiten der allgemeinmedizinischen Praxis ab, behandelt und betreut die Patienten. „Ich freue mich über den neuen Job und habe mich schon gut eingearbeitet“, sagt der Mediziner. Vor dem Wechsel in die Allgemeinmedizin war Dr. Klein in der Unfallchirurgie am Städtischen Klinikum Dresden Neustadt tätig.

Mit der Anstellung des neuen Kollegen reagiere das MVZ auf das hohe Patientenaufkommen, heißt es in einer Mitteilung: „Wir waren froh, dass sich die Möglichkeit einer Stellenerweiterung ergab“, erklärt Oberarzt Dr. Heiko Scheufler, ärztlicher Leiter des MVZ. Voraussetzung war freilich die Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung. Auch in Hinblick auf die enge Verzahnung zwischen MVZ und Klinik habe das Vorteile. Dr. Scheufler: „Mit der Erweiterung des Teams sollen sich in Zukunft neue Möglichkeiten und mehr Service für die Patienten ergeben, so unter anderem im digitalen Bereich.“ Mit der jüngsten Verstärkung „haben wir am Standort in Radeberg eine exzellente personelle Situation in der allgemeinmedizinischen Praxis“, schätzt Sebastian Eckert ein, der Verwaltungsdirektor der Asklepiosklinik. Dem Bedarf an hausärztlicher Betreuung in Radeberg werde damit Genüge getan. Urlaubstage und Krankheitszeiten könnten ebenfalls überbrückt werden.

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Außenstelle hat Praxis gerettet

Vom personellen Zuwachs profitieren auch die Großröhrsdorfer Patienten. Nicht nur bei der Arztvisite in der Radeberger Hauptstelle, sondern letztlich auch vor Ort in der Nachbarstadt mit der Außenstelle des MVZ. Mit der hatte Radeberg quasi die Praxis gerettet. Mit ein paar Anlaufschwierigkeiten in der Vergangenheit, bis im vorigen Frühjahr Dr. Fuchs die Praxisräume und zumindest eine der zwei früheren Praxen dort dauerhaft übernahm. Ein Kassensitz wurde nach Radeberg verlagert.

Die MVZ-Praxis in Großröhrsdorf könne jetzt insofern profitieren, dass bei einer längeren Abwesenheit – zum Beispiel bei Elternzeit des Großröhrsdorfer Hausarztes – eine Vertretung möglich sei. Dazu müsse aber stets ein Antrag bei der Kassenärztlichen Vereinigung gestellt werden, heißt es. Sebastian Eckert: „Die Regularien der Kassenärztlichen Vereinigung sind da sehr strikt.“ Er rechne aber in einem solchen Szenario mit einem positiven Bescheid. Auch in Urlaub- oder Krankheitszeiten (je nach Länge) sei ein Antrag zur Vertretung nötig. Der werde dann allerdings immer im Zusammenhang mit der hausärztlichen Gesamtsituation in der besagten Region betrachtet.

Da Großröhrsdorf recht gut hausärztlich versorgt sei, könne er die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung nicht einschätzen, erklärt der Verwaltungsdirektor. Er verweist zugleich auf die Möglichkeiten in Radeberg. Das wäre dann zwar nicht die offizielle Vertretung. Aber: Auch den Großröhrsdorfer MVZ-Patienten stehe aufgrund der kurzen Distanz nach Radeberg jederzeit offen, einen der Ärzte dort zu besuchen und eine Behandlung in den Abwesenheitszeiten zu erhalten: „In der Regel mit kurzen Wartezeiten“, so Eckert.