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Küsters verlängert Mietvertrag

Der Maschinenbauer arbeitet seit 2012 nur noch mit einer Mini-Besetzung in Zittau. Wenigstens das soll so bleiben.

Von Mario Heinke

Die Küsters Textile GmbH hat den in diesem Jahr auslaufenden Mietvertrag für das von ihr genutzte Objekt in der Gerhart-Hauptmann-Straße neu verhandelt und um fünf Jahre verlängert. Derzeit arbeiten 16 Mitarbeiter am Standort Zittau. „Wir bleiben in Zittau“, erklärte Küsters-Geschäftsführer Gerhard Huber auf Anfrage gegenüber der SZ. Das Gebäude habe man zudem den veränderten Bedürfnissen angepasst. In den oberen Stockwerken befänden sich jetzt die Büros, im Erdgeschoss die Fertigung, so Huber.

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Ende 2012 hatte das Zittauer Traditionsunternehmen große Teile seiner Produktion in Zittau geschlossen und 46 Mitarbeiter entlassen. Die fast 150-jährige Historie des Traditionsbetriebes schien zu Ende zu gehen. In den 1970er Jahren fanden bei Küsters bis zu 800 Menschen Lohn und Brot. Der Betrieb gehörte damals zu Robur.

Ende 2007 wurde Küsters durch die Benninger AG Uzwil aus der Schweiz übernommen. Es entstand der weltweit führende Technologieanbieter von Maschinen, Anlagen und kompletten Systemlösungen für die Textil-Nassveredlung, so das Unternehmen.

Die Nachfrage der Benninger Textilveredlungssparte brach jedoch in den Jahren 2008 und 2009 um 60 Prozent ein. Weil die Schweizer gut zwei Drittel der Maschinen in Asien verkaufen, entschieden sie sich vor Ort zu produzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Teile der Produktionsanlagen aus Zittau wurden 2012 deshalb ins indische Puna verlagert. Bis heute gehört Asien neben Südamerika zu den Hauptabsatzmärkten des Unternehmens.

Als Küsters vor zwei Jahren am Standort Zittau auf Mini-Format geschrumpft war, versprach das Schweizer Unternehmen weiterhin Spezialwalzen in Zittau herzustellen und auch das Ersatzteil- und Servicegeschäft für die Küsters Maschinen weiterlaufen zu lassen. Außerdem wurden drei Konstrukteure weiterbeschäftigt, die für das Stammhaus arbeiten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. „2013 war ein gutes Jahr. Für 2014 rechnen wir mit ähnlich guten Ergebnissen“, so der Geschäftsführer.