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Imagewechsel im Jubiläumsjahr

Zehn Jahre ist es her, dass Dohna ein Café mit Kultur bekam. Die Kultur bleibt, etwas anderes kommt dazu.

Vor der neuen Kultur kommt die neue Technik: Das Dohnaer Kulturcafé nutzt die Zwangspause auch für ein neues Aussehen.
Vor der neuen Kultur kommt die neue Technik: Das Dohnaer Kulturcafé nutzt die Zwangspause auch für ein neues Aussehen. © privat

Kaffee trinken, Künstlern zuhören, Bilder angucken und auch mal "Mensch ärgere dich nicht" spielen oder privat feiern:  Das war vor zehn Jahren die Idee der Mitschkes, als sie auf der Pestalozzistraße ihr Kulturcafé eröffneten. Das Café, das wie die große Wohnstube der Mitschkes wirkt, lebt. Oft war es übervoll, manchmal nicht ganz so. Hier treten Stars auf und regionale Künstler. So war es und so soll es wieder sein. Spätestens ab September, hoffen Kathleen und Christoph Mitschke. In der Hoffnung, dass sich dann die Corona-Auflagen ändern. Die aktuellen bis Ende August geltenden kann das Dohnaer Café nicht einhalten. Am 5. September soll wieder eröffnet werden, einen Tag später ist die erste Veranstaltung geplant und im November dann das zehnjährige Jubiläum. 

Die vergangenen Wochen haben die Mitschkes so wie viele genutzt: Sie haben renoviert. "Wir möchten in einem komplett anderen, neuen Outfit wieder eröffnen", sagt Christoph Mitschke. "Es wird mehr Klub-Charakter werden, da wir ohnehin mehr Kleinkunstbühne als Café sind." Das Programm bis Jahresende und zum Teil schon für nächstes Jahr steht, in der Hoffnung, dass alle Veranstaltungen auch so stattfinden können. Das Publikum, die Stammgäste sowie die immer wieder das erste Mal Staunenden, wartet darauf. 

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Programm nur im Internet

Die Jubiläumssaison lassen sich die Mitschkes nicht nehmen, auch wenn sie etwas anders aussehen wird. Das beginnt damit, dass es wahrscheinlich kein gedrucktes Programm gibt, sondern es nur im Internet abrufbar ist. Wegen der Kosten, sagt Chistoph Mitschke. "Wir sparen, wo wir können, um zu überleben." Mit Fördermitteln oder finanzieller Unterstützung kann das Ehepaar nicht rechnen, da Christoph Mitschke noch ein Zweiteinkommen hat. Aber auch seine Tätigkeit als Künstleragentur sei ja zum Erliegen gekommen. "Und trotz Eigentum haben wir ja erhebliche Nebenkosten."  

Er werde den Eindruck nicht los, das Geschäftspartner und Behörden noch schnell alle Rechnungen stellen, damit das Geld fließt, bevor ein Geschäft in die Pleite geht. "Na ja, ich würde das vielleicht nicht anders machen, ist ja auch verständlich, keiner kann sich in dieser Zeit Verluste leisten." So kämpfen die Mitschkes mit ihrem Kulturcafé, das nun mehr zum Klub werden soll, wie alle Veranstalter und Künstler ums Überleben.

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