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Großenhain

Kulturschloss und Palais in fremder Verwaltung

Die Stadt sucht für bedeutende und weniger wichtige Gebäude ein Immobilienmanagement. Was hat das zu bedeuten?

Das Großenhainer Kulturschloss.
Das Großenhainer Kulturschloss. ©  Klaus-Dieter Brühl

Großenhain. Eine Information der Stadtverwaltung sorgt aktuell für Aufhorchen: Die Stadt schreibt die Objektverwaltung unter anderem fürs Kulturschloss und das Zabeltitzer Palais zum Jahresbeginn 2020 aus. Was steckt dahinter?

„Die Immobilienverwaltung wird als Paket für eine ganze Reihe städtischer Gebäude angeboten“, so Stadtsprecherin Diana Schulze. Wie auch im aktuellen Amtsblatt dargestellt, sind das ein Mehrfamilien-Wohnhaus in Strauch, der Jugendklub in Colmnitz, der Kiosk an der Bundesstraße in Wildenhain, das ehemalige Verwaltungsgebäude und das Alte Schloss in Zabeltitz, der Cottbuser Bahnhof sowie die Begegnungsstätte der Stadt im Alleegässchen. 

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Während für alle Objekte außer Schloss und Palais ab Januar die kaufmännische, infrastrukturelle und technische Gebäudeverwaltung ausgeschrieben ist, wird bei den beiden wichtigen Häusern nur die technische Objektverwaltung, inklusive der baulichen Unterhaltung und Reparaturen, als extern erforderlich angesehen. 

Interessenten an der Ausschreibung des Verwaltervertrages können sich zu den technischen Details mit Kulturzentrums-Geschäftsführer Jörg Rietdorf in Verbindung setzen. Der Mustervertrag zur Verwaltung kann in der Stadtverwaltung unter 03522 304255 abgerufen werden.

Lukrativer Auftrag

Bisher hatte die städtische GWVB die Objektverwaltung inne. Doch die GmbH gibt das Geschäftsfeld der Drittverwaltung zum Jahresende auf, so Stadtsprecherin Diana Schulze. Das hatte Geschäftsführer Mike Reuschel schon bei seinem Amtsantritt zum Jahreswechsel angekündigt. Die Gesellschaft will sich auf das reine Wohnungsmanagement konzentrieren. 

Eine Verwaltung durch die Stadt selbst bzw. durch die Kulturzentrums GmbH ist aber aus Kapazitätsgründen nicht möglich. Nun hofft man, dass die Objektbetreuung weiterhin gut und zuverlässig gewährleistet wird. Denn diese externe Objektverwaltung ist durchaus lukrativ.

Beim Alten Schloss Zabeltitz geht es immerhin um über 4000 Quadratmeter in sieben (!) Geschossen. Elf Einheiten sind hier zu bewirtschaften. Bei der Begegnungsstätte sind es sieben, im Wohngebäude Strauch sechs. Im ehemaligen Verwaltungsgebäude Zabeltitz, das jetzt als Vereinshaus genutzt wird, gibt es vier Verwaltungseinheiten. Das kleinste Gebäude ist der Bäckerkiosk Wildenhain mit lediglich 25 Quadratmetern.

Bis 13. September erwartet die Stadtverwaltung nun Interessenbekundungen sowie die Höhe der angebotenen Verwaltergebühr pro Objekt bzw. Einheit. Das Angebot kann per Post oder per Mail eingereicht werden unter [email protected].