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„Kunden kommen wie immer zum Wochenmarkt“

Marktleiter Andreas Sigl sagt, wie der erstmals an zwei Standorten aufgebaute Markt am Mittwoch funktioniert hat.

© SZ Thomas Knorr

Aufgrund der Bauarbeiten auf dem Markt müssen einige Veranstaltungen ausweichen: das Zittauer Stadtfest (20. bis 22. Juni) geht in die Weinau, der Samsmarkt am 28. Juni findet auf dem Klosterplatz statt und auch für den Zittauer Wochenmarkt muss eine andere Lösung gefunden werden. Die Händler stehen nun sowohl auf dem Rathausplatz wie auch auf der mittleren Neustadt. Ob die Zweiteilung funktioniert, erklärt Marktleiter Andreas Sigl.

Herr Sigl, wie war der erste dezentrale Wochenmarkt?

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Am Mittwoch haben insgesamt 39 Händler ihre Waren angeboten. Das ist der bisherige Bestwert für dieses Jahr. Aber das hängt sicher auch mit dem guten Wetter zusammen. Von den Kunden her waren es nach meiner Einschätzung nicht mehr und nicht weniger als sonst.

Warum wurde nicht der gesamte Wochenmarkt auf die Neustadt verlegt?

Auf dem Rathausplatz stehen die Händler von Lebensmitteln und Frischeprodukten, die Strom zum Kühlen ihrer Waren brauchen. Stromanschlüsse in dieser Größenordnung sind nur auf dem Rathausplatz vorhanden. Die Händler von Bekleidung und anderen Produkten, die keinen Strom benötigen, stehen auf der Neustadt.

Im Salzhaus findet mittwochs auch ein Frischemarkt statt. Machen sich die Märkte nicht gegenseitig Konkurrenz?

Nein, ich denke sie profitieren beide voneinander. Es gibt natürlich Händler im Salzhaus, die meinen, dass ihnen die Händler auf der Neustadt die Kunden wegnehmen. Mein eigener Eindruck ist aber, dass am Mittwoch mehr Kunden im Salzhaus unterwegs waren als in den Wochen und Monaten zuvor.

Sind denn die Flächen auf dem Rathausplatz und der mittleren Neustadt ausgeschöpft, oder kann sich die Zahl der Händler in den nächsten Wochen noch erhöhen?

Der Platz selbst ist ausgereizt. Aber die Zahl der Händler könnte sich trotzdem noch geringfügig erhöhen, wenn beispielsweise zwei große Stände wegfallen und dafür sechs kleine dazukommen. Dann könnten es schon mal über 40 Händler werden. Es wäre gut, wenn Händler, die eine Woche nicht kommen, frühzeitig Bescheid sagen, damit wir die freien Plätze noch vermitteln können. Übrigens gab es auf dem Marktplatz auch nur maximal 46 Stände. Das heißt, der dezentrale Wochenmarkt ist nicht viel kleiner.

Die Fragen stellte Jan Lange.