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Kunst im Schulhof

Ein Dresdner Streetart-Künstler und Schüler verschönern die Schulhof-Wände der Oberschule mit einem Graffito. Die Vorlage entstand im Kunstunterricht.

Mit Hilfe des professionellen Streetart-Künstlers „Slider“ aus Dresden (Mi.) sprayten Schüler gestern ein großes Graffito auf eine graue Wand im Hof der Oberschule in Schleife. Entstanden sind Idee und Vorlage für das Projekt im Kunstunterricht mit Jörg T
Mit Hilfe des professionellen Streetart-Künstlers „Slider“ aus Dresden (Mi.) sprayten Schüler gestern ein großes Graffito auf eine graue Wand im Hof der Oberschule in Schleife. Entstanden sind Idee und Vorlage für das Projekt im Kunstunterricht mit Jörg T © Foto: Sabine Larbig

Von Sabine Larbig

Schleife. Wer in Schleife in Richtung Sportplatz-Gaststätte oder Turnhalle geht, dem fällt beim Vorbeigehen am Schulhof der Dr.-Marja-Grollmuß-Oberschule ein riesiges Graffito auf. Es zeigt ein von einer düsteren Gestalt gefahrenes Motorrad, dessen Räder in Flammen stehen und einen Feuerschweif mit sich ziehen. Entworfen haben es die Schüler Simon Bergmann, Paul Walter und Konstantin Zeisig, die sich künstlerisch damit nicht nur auf einen Spielfilm, sondern auch auf ihre Moped-Fahrgemeinschaft beziehen.

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Das reifste Projekt

Am Dienstag haben die Zehntklässler ihr Graffito an die Schulhofwand gesprayt. Ganz offiziell. Denn entstanden ist das Motiv im Kunstunterricht, als Streetart behandelt wurde und Kunstlehrer Jörg Tausch die Schüler ermunterte, in Gruppenarbeiten selbst Graffiti zu entwerfen. „Ziel war es von Anfang an, mit einem oder mehreren entstandenen Motiven die eintönigen Schulhofwände zu gestalten“, erzählt Tausch, dessen Idee von der Schulleitung unterstützt wird. Da das Projekt der drei Jungs laut Tausch „das reifste von allen“ war, prangt es nun an der Schulhofwand.

Ganz ohne Hilfe kamen die künstlerisch ambitionierten Oberschüler jedoch nicht aus. Damit aus ihrem Motiv ein gespraytes Großbild wird, wurden sie vom Dresdner Grafikdesigner und professionellen Graffitikünstler Sebastian Girbig alias Slider fachlich angeleitet. „Ich kenne Slider und weiß, dass er auch Workshops begleitet. Ich fragte ihn daher, ob er einen in Schleife macht“, erzählt Jörg Tausch.

A 4 und Graffiti? Nicht vergleichbar!

Tausch weiß als freischaffender Künstler nur zu gut, dass das Zeichnen eines A4-Motivs nicht vergleichbar ist mit dem Sprayen eines Graffito. Dies merkten auch Simon, Paul und Konstantin schnell. Schon das Vorzeichnen des Wandbildes mit Kreide bereitete einige Schwierigkeiten. Zum Glück half Slider den Jungs, verriet Tricks und Kniffe und gab fachliche Tipps. So wurde nach einigen Stunden gemeinsamer Arbeit ein Graffito, auf das alle stolz sind und welches nun die neugierigen Blicke der Mitschüler ebenso anzieht wie die vorbeikommender Fußgänger oder Radfahrer.

Zufrieden mit dem Ergebnis ist auch Kunstlehrer Jörg Tausch. Nur eines hat er bedauert: „Für die Sprayer wäre etwas mehr Wärme schöner gewesen.“ Vielleicht ist das Wetter ja beim nächsten Graffiti-Projekt besser. Denn seit das Motiv von Simon, Paul und Konstantin an der Wand prangt, ist bei einigen ihrer Mitschüler der Ehrgeiz erwacht, ebenfalls ein eigenes Graffito sprayen zu wollen. „Vielleicht kommt bald ein Motiv einer Mädchengruppe hinzu“, orakelt Kunstlehrer Jörg Tausch, der sich durchaus weitere Graffiti im Schleifer Schulhof vorstellen kann.