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Weißwasser

Kunst und Musik bei heißen Temperaturen

Der Findlingspark Nochten lockt mit zahlreichen Aktivitäten beim Kunstfestival FIND ART die Besucher trotz der Hitze an.

Gudrun Feuerriegel und Ralf Kästner mit den Schülern des Landau-Gymnasiums Weißwasser bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung.
Gudrun Feuerriegel und Ralf Kästner mit den Schülern des Landau-Gymnasiums Weißwasser bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung. © Foto: Rolf Ullmann

Nochten. Gudrun Feuerriegel kann ihre Rührung nicht verbergen. Auch ein paar Tränen fließen. Denn die Eröffnung der Kunstausstellung „Faszination Kohle-Landschaft-Technik“ ist die letzte Aktion, die sie in ihrer Tätigkeit als Fachlehrerin gemeinsam mit Ralf Kästner sowie Schülern der Arbeitsgemeinschaften Fotografie und Kunst des Landau-Gymnasiums erfolgreich verwirklicht hat. 

Bis zum 15. November künden nun 21 großformatige Fotografien an mehreren Stellen des Besucherzentrums im Findlingspark Nochten von der gelungenen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Bergbau und Kohle im Tagebau Nochten. Während eines dreistündigen Workshops erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Eindrücke von den Großgeräten sowie der Landschaft vor Ort mit der Kamera einzufangen. „Ich bin erstaunt über die Auswahl und die originelle Gestaltung der Motive, die von den 14 Teilnehmern eingefangen wurden“, sagt Gudrun Feuerriegel. Hanna Langer, eine der jungen Fotografinnen, fasst ihre Eindrücke in die Worte: „Faszinierend für uns waren die zerstörte Landschaft, die bereits wieder rekultiviert wird, der Wandel vom Holz zur Kohle, Gräben und Schläuche, die zur Entwässerung notwendig sind, die Riesen der Technik in Bewegung, Dinge, die verloren wurden, sowie die Spuren der Arbeit von Menschen und Maschinen.“ All diese Eindrücke spiegeln sich in den Fotografien wider. Während der Bearbeitung der Fotos am Computer, die unter Anleitung von Ralf Kästner, dem Leiter der AG Foto, erfolgt, stellen die Schüler fest, dass gerade so manch scheinbar Nebensächliches einen ganz besonderen Reiz entfaltet. Anita Schwitalla, die für das Marketing des Findlingsparkes verantwortlich zeichnet, hebt die Qualität auch dieser nunmehr zweiten Ausstellung, des Landau-Gymnasiums in ihren Dankesworten hervor. Gleichzeitig lädt sie die anwesenden Gäste zum Besuch der Stationen und Stände beim FIND ART, dem Kunstfestival für die ganze Familie, ein. Die Besucher werden dabei gleich am Eingang des Findlingsparkes von den Klängen der Dresdener Band Triple Trouble empfangen. Den Namen der Band könnte man mit dreifacher Ärger oder auch Aufregung übersetzen. Doch die drei wackeren Herren verbreiten keinen Ärger, sondern ein gerüttelt Maß guter Laune mit ihren Interpretationen bekannter Hits und Filmmelodien.

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Ihnen gegenüber sind die Besucher an der Station der Zukunftswerkstatt Lausitz gefragt: „Warum leben sie in der Lausitz?“ Die Zukunftswerkstatt ist ein läderübergreifendes Projekt, zu dem auch der Landkreis Görlitz gehört. Sie soll eine Schlüsselrolle im bevorstehenden Prozess des Strukturwandels spielen, um die Interessen der daran mitwirkenden aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur mit denen der Bürger zusammenzuführen. Bis zum Herbst 2020 soll ein Leitbild Lausitz der Zukunft entstehen. Dazu ist das Team der Werkstatt bis zum 8. Juli 2019 an verschiedenen Orten der Lausitz unterwegs und befragt die Bürger über ihr Verhältnis zur Lausitz und ihren Wünschen für die künftige Entwicklung.

Der deutsch-polnische Kunsthandwerkermarkt stößt auf das rege Interesse der Besucher, während die für die Kinder vorbereiteten Stationen ihre Anziehungskraft nicht voll entfalten können. Hier haben die sommerlichen Temperaturen wohl ein Machtwort gesprochen und die jüngeren Besucher in die Freibäder und an die Badestrände gelockt. Am Nachmittag sorgt die Band MINKA aus Polen mit einem Mix aus Jazz, Soul und Swing für die musikalische Unterhaltung. Die große Zahl von Mitwirkenden aus dem Nachbarland rührt daher, das dieses Festival aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Programmes Interreg Polen-Sachsen 2014-2020 mitfinanziert wird.