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Kunstauktion in der Provinz

Michael Ulbricht veranstaltet seine Versteigerungen nur an ausgewählten Orten. Warum sich Waldheim nun an Leipzig und Berlin reiht.

© Bernd Wüstneck/dpa (Symbolbild)

Waldheim. Es ist noch nicht mal ein halbes Jahr her, da bekommt der Auktionator Michael Ulbricht auf einer Kunstversteigerung in Döbeln einen Tipp: Er solle einmal eine Auktion in Waldheim veranstalten. 

Ulbricht, ist bekannt dafür, zu seinen Auktionen immer Gemälde bedeutender Maler mitzubringen – darunter Gemälde, Zeichnungen und Grafiken der „Leipziger Schule“ und anderer internationaler Künstler, wie Max Klinger, Erich Heckel, Werner Tübke, Wolfgang Mattheuer, Otto Dix oder Marc Chagall. 

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Also nichts, was man bei einer Auktion in Waldheim erwartet. Hauptsächlich ist Ulbricht mit solchen Werken auch in Leipzig, Berlin oder an der Ostsee unterwegs. Doch nachdem die Auktion in Döbeln so erfolgreich gelaufen ist, möchte er dem Tipp nachgehen.

Schon bei seinem ersten Besuch ist er sofort von der Kirche und dem Museumshaus angetan. „Grundlage, war natürlich auch, dass wir in Waldheim große Unterstützung vom Bürgermeister bekommen haben.“ Für seine Auktion wird Ulbricht der Ratssaal überlassen. „Durch diese Veranstaltung locke ich meine Gäste quasi nach Waldheim.“

Am Sonntag, 10. November, sollen Werke für jeden Geldbeutel angeboten werden. „Für ganz junge Sammler wird es Werke ab 40 Euro geben, aber so ein Kolbe wird natürlich um die 2 000 Euro kosten.“ Das Werk von Georg Kolbe ist bisher noch gar nicht organisiert. Doch für Ulbricht gibt es keinen Zweifel, dass es sich bis zur Auktion auftreiben lässt. „Wenn ich so etwas ankündige, dann bringe ich es auch mit. Ich mache das ja schon seit 30 Jahren, da baut man sich mit der Zeit schon ein breites Netzwerk auf.“

Hilfreich ist dabei auch, dass Ulbricht bei seinen Auktionen kostenlos anbietet, Werke der bildenden Kunst schätzen zu lassen. So komme er auch an Schätze privater Sammler, die sich zum Beispiel aus Altersgründen verkleinern müssen. Aber auch Künstler selbst, würden sich bei ihm melden.

Um dann eine breite Masse an potenziellen Käufern anzusprechen, folgen seine Auktionen seit Jahren einem altbewährten Programm. „Erstmal ist jeder freundlichst willkommen, auch wenn man gar nicht die Absicht hat, etwas zu ersteigern. Oft ist es so, dass genau diese Besucher dann doch mitbieten.“ 

Das liege an seinem unterhaltsamen Programm: In Waldheim wird der Abend zum Beispiel musikalisch begleitet und die Auktion wird nicht zu akademisch gehalten. „Bei meinen Auktionen wird immer herzlich gelacht.“ Ein Teil eines Auktionsanteils werde immer gespendet, in diesem Fall an ein museumspädagogisches Projekt.

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