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Kunsthochschule wird saniert

Ein Lehr- und Ateliergebäude an der Güntzstraße ist fertig. 2009 soll der gesamte Bau hier beendet sein.

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Von Vera Kliemann

Ein Teil der Gebäude der Hochschule für Bildende Künste zwischen Güntz- und Marschnerstraße sieht schon schmuck aus. Das Haus zur Ausbildung von Theaterplastikern, Wandmalern und Kostümschneidern hat ein neues Dach mit Aluminiumabdeckung bekommen. Im Juni 2006 starteten die Arbeiten zur Sanierung der Kunsthochschule. Der zweite Bauabschnitt hat begonnen.

Jetzt sind Fachleute dabei, den Komplex mit der Bibliothek, Hörsaal, Verwaltungs- und weiteren Räumen für die Ausbildung zu erneuern. „Wichtig ist uns das Herstellen der alten Gebäudestruktur“, sagt Ulf Nickol, Niederlassungsleiter der SIB (Sächsisches Immobilien- und Baumanagement). „Flure werden geöffnet. Historische Bauteile sind, soweit es geht, zu erhalten.“ Alte Terrazzo-Fußböden, Treppengeländer und Stuck aus der Zeit um 1906 gehören auch nach der Sanierung zur Innenausstattung. Die Gebäude bekommen frischen Außenputz. Alle Häuserebenen sollen durch Gänge verbunden werden. Die bisherige Aula wird zum Hörsaal mit ansteigenden Sitzreihen umgestaltet. In der Bibliothek muss die Decke wegen der großen Lasten neu gegossen werden. Um die Raumhöhe hier auszunutzen, kommt eine Galerieebene hinzu, die Regale aufnehmen soll. Rund 70000 Bücher können in der Bibliothek Platz finden.

17,4 Millionen Kosten

Die Gebäude an der Güntz-, Gerok- und Marschnerstraße müssen überwiegend entkernt werden, da die Bausubstanz aus den 1950er Jahren stammt und verschlissen ist. Ein neuer Aufzug entsteht. Er ist nicht nur für Behinderte gedacht, sondern auch zum Transport sperriger, großer Kunstwerke. Nach Trockenlegung der Keller können Fahrräder hier untergestellt werden. Rund 17,4 Millionen Euro kostet die Sanierung der Kunsthochschule. Bis zum Sommersemester 2009 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Auch der Innenhof bekommt dann ein neues Gesicht.