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Kunterbunter Kindertag

Feuerwehr und Kinderhaus organisieren gemeinsam ein Fest für die Jüngsten. Alles, was Kinder glücklich macht, ist dabei.

Von Claudia Erbert

Pommes, Eis, Nudeln, Waffeln – die Speisekarte im Hof der Feuerwehr liest sich wie ein Wunschzettel der Kinder. Schon zu Eröffnung drängen sich zahllose Mädchen und Jungen, Eltern und Großeltern vor der Feuerwache. Das unregelmäßige Tatü-Tata der Feuerwehren zeigt auch den Anwohnern, dass wieder Rundfahrten auf dem Programm stehen. Lange fahren sie nicht mit dem Martinshorn, denn vor allem im Inneren des Feuerwehrautos ist das sehr laut. Die Kinder sind begeistert. Julian fährt zum ersten Mal mit und dann gleich alleine, seine Eltern ermutigen ihn, einzusteigen. Die Technik, die die Feuerwehrmänner sonst gern erklären, tritt heute in den Hintergrund, das Fahren reicht den kleinen Gästen.

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Wieder in der Weststraße angekommen, können sich die Kinder kaum entscheiden, wohin sie zuerst gehen sollen. Es gibt Tretautos, Roller, Stelzen, Pedalos und Bobbycars, an denen sich vor allem die Kleinen abwechseln. Auf der anderen Seite ist die Hüpfburg ein Spaßgarant. „Komm, wir essen ein Eis“, ist der einige Satz, der Lukas von dort weglocken kann. Gleich daneben können die Kinder in einem aufgeblasenen Feld Fußball spielen.

Auch die Jugendfeuerwehr hat wieder die Handspritzen und Dosen aufgebaut. „Macht Euch nicht so nass“, ermahnt Oma Moni ihre Enkel Nils und Ben, denn die beiden haben mehr Spaß daran, sich gegenseitig beim Büchsenaufbauen zu treffen, als auf die Dosen zu zielen.

Da alle Feuerwehren aus der Feuerwache gefahren sind, ist viel Platz für Tische und Bänken. Hier haben die Erzieherinnen vom Kinderhaus ihre Stationen aufgebaut. Britta Scharf und Kati Rudelt bemalen im Akkord Kindergesichter und versuchen, wirklich jeden noch so ausgefallenen Wunsch zu erfüllen. Tim hat sich für einen Marienkäfer entschieden, obwohl seine Erzieherin der Meinung ist, dass ein Floh besser zu ihm passen würde.

Annegret Rese bastelt aus Pergamentpapier, einer Holzklammer und Pfeifenreinigern große Schmetterlinge und einen Tisch weiter kann gematscht werden. Hier entstehen aus Märchenwollen Filzbälle, Schlüsselanhänger und Zopfbänder.

Marcel Thierbach und Grit Kästner gehören zu den Feuerwehrmitgliedern, die am Grill stehen und Roster sowie Steaks am Fließband produzieren. In der Gulaschkanone sind Nudeln und Tomatensoße in großen Mengen, um alle Kindertagsbesucher satt zu machen. Novalie wird von Maik Rumi an der Feldküche gefragt: „Was möchtest du denn?“ „Pommes“, ist die ernüchternde Antwort für ihre Mutter, die eben eine Wertmarke für Nudeln gekauft hat, die sie dann auch isst.

Für den Nachtisch sorgen die Mitarbeiter von Miriams Eiscafé, die mit vielen Sorten selbst gemachtem Eis vor Ort sind. Wem das zu kalt ist, der kann direkt nebenan bei Annett Steinberg Waffeln mit und ohne Apfelstückchen essen. Kuchen, Kaffee und wie immer kostenlose Fassbrause für die Kinder sorgen dafür, dass keine Wünsche offenbleiben. Wenn sich die Begeisterung dann noch in einer Mitgliedschaft in der Jugend- oder Erwachsenen-Feuerwehr widerspiegeln würde, wäre der Tag auch für die Kameraden perfekt gelungen. Schließlich sorgen alle ehrenamtlich für den Schutz der Bürger und verbringen ihre Freizeit bei Übungen und Lehrgängen, um jederzeit fit für den Ernstfall zu sein.