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Kupferbergschule: Nur noch eine neue Klasse

Viele weiterführende Schulen der Region werden nach den Ferien mehr Fünftklässler begrüßen als 2019 – aber es gibt auch Ausnahmen.

Die Großenhainer Oberschule Am Kupferberg bekommt nur eine fünfte Klasse ab September. Der Einzugsbereich der Bobersberg-Grundschule war zu gering, heißt es.
Die Großenhainer Oberschule Am Kupferberg bekommt nur eine fünfte Klasse ab September. Der Einzugsbereich der Bobersberg-Grundschule war zu gering, heißt es. © Kristin Richter

Altkreis Riesa-Großenhain. Gut einen Monat haben Sachsens Schüler noch vor sich, dann stehen sechs Wochen Pause an. Für die meisten derzeitigen Viertklässler folgt nach den Sommerferien ein Wechsel an eine neue Schule. Die SZ hat sich nach den Zahlen erkundigt, wie viele neue Fünftklässler die Gymnasien und Oberschulen der Region ab dem neuen Schuljahr begrüßen werden.

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Der Blick in die Auflistung zeigt: Während die Zahlen bei den meisten Gymnasien relativ konstant bleiben und nur am Riesaer Heisenberg-Gymnasium deutlich weniger Aufnahmebescheide ausgestellt wurden, sieht es an einigen Oberschulen teils deutlich anders aus.

Eine Ausnahme ist in Großenhain die Oberschule am Kupferberg. Sie kann im neuen Schuljahr nur noch einzügig laufen. 35 Schüler werden hier weniger als im Vorjahr aufgenommen. Die Schule hat über alle weiterführenden Schulen im Altkreis Riesa-Großenhain hinweg im Vergleich zum Vorjahr den größten Rückgang an neuen Fünftklässlern zu verzeichnen. 

Das liege aber nicht am geringeren Zuspruch, so Schulleiterin Manuela Fuchs, denn aktuell habe sie sogar drei fünfte Klassen, zustande gekommen auch mit Umlenkungen von der Schachtschule. "Doch es gibt dieses Jahr nur zwei kleine Abgangsklassen an der Bobersbergschule, und mehr als 20 Schüler gehen von dort ans Gymnasium", so Schulleiterin Manuela Fuchs. Die niedrige Zahl der Anmeldungen aus einem überschaubaren Einzugsbereich hat sie deshalb nicht überrascht. Die Kupferberg-Oberschule wird in diesem Sommer weiter auf neue Digitaltechnik umgestellt. Das erhöht hoffentlich ihre Attraktivität.

Schacht-Schulleiter Axel Hackenberg sagt: „Die Eltern sind bereits informiert, dass wir wieder drei neue fünfte Klasse bilden können. Damit wurde den Elternwünschen Rechnung getragen. Und wir bleiben weiter mehrheitlich dreizügig – aktuell bis auf die derzeitigen fünften Klassen, die nur zweizügig laufen.“ Die Oberschule habe die Voraussetzung dafür und rechnet auch im nächsten Jahr wieder mit einer ähnlich hohen Anmeldezahl.

An der Oberschule Am Schacht in Großenhain lernen Schüler aus 36 Orten. Die Busverbindungen sind abgestimmt, auch nach Unterrichtsschluss fährt bis 15.30 Uhr wirklich jede Stunde eine Linie die Schüler in ihre Wohnorte.

© SZ

In Ebersbach ist man über den „Verlust“ von sechs Schülern gegenüber dem Vorjahr nicht traurig. Das sei normal, heißt es. Auch mit 36 neuen Fünftklässlern können zwei Klassen gebildet werden. Eigentlich müssen dafür 40 Kinder angemeldet sein. Doch den Landschulen wird diese geringe Differenz mittlerweile zugestanden, was auch sinnvoll ist. Ein angemeldetes Kind ist Inklusionsschüler und zähle damit doppelt, so Bürgermeister Falk Hentschel (CDU). "Außerdem haben wir diesmal viele neue Schüler aus dem Raum Priestewitz", freut er sich. Die Entscheidung der Aufsichtsbehörde sei eine Anerkennung der guten Arbeit, die in der Landschule geleistet werde. Das kann auch die Oberschule Schönfeld für sich reklamieren, die nur zwei Fünftklässer weniger bekommt als 2019. Auch hier ist die Zweizügigkeit gesichert.

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Am Großenhainer Siemens-Gymnasium bleibt alles wie gehabt: Etwas mehr als 100 angemeldete Schüler bedeuten erneut vier fünfte Klassen. Am christlichen Gymnasium Rudolf Stempel, das auch zahlreiche Schüler aus dem Raum Großenhain besuchen, ist der Zuspruch weiterhin groß. Es ist die einzige Freie unter den weiterführenden Schulen im Altkreis Riesa-Großenhain. Laut Vorstandsmitglied Diana Ulbricht vom Trägerverein wollten wie schon im Vorjahr 31 Kinder ihre Schulausbildung nach der vierten Klasse dort fortsetzen. Acht Kinder mussten deshalb wieder abgewiesen werden. Denn die Schule ist einzügig und will es auch vorerst bleiben. Zwar sei das Eröffnen einer weiteren fünften Klasse durchaus schon besprochen worden, so Diana Ulbricht. Als Voraussetzungen brauche es aber über mehrere Jahre hinweg mehr als 35 Anmeldungen. So hoch seien die Zahlen aber derzeit nicht. Ob sich daran etwas ändert, müsse sich zeigen.

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