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Nomos fährt die Produktion runter

Einige Mitarbeiter des Glashütter Uhrenherstellers arbeiten von zu Hause aus, andere sind in Kurzarbeit. Es gelten erweiterte Hygienemaßnahmen.

In der von Uwe Ahrendt geführten Uhrenfirma Nomos wurde die Produktion heruntergefahren.
In der von Uwe Ahrendt geführten Uhrenfirma Nomos wurde die Produktion heruntergefahren. © Matthias Luedecke

Der Uhrenhersteller Nomos Glashütte hat sich auf die neue Lage eingestellt. Sein  Unternehmen tue alles, um die Mitarbeiter zu schützen und die Ansteckungsrisiken mit dem Coronavirus zu reduzieren, versichert Unternehmenssprecher Florian M. Langenbucher. Kollegen, auf die man nicht verzichten kann und denen es möglich ist, arbeiten vom Homeoffice aus. "Erweiterte Hygienemaßnahmen und -regeln in Bezug auf Besucher und Dienstreisen gelten bereits seit geraumer Zeit", erklärt er.

Die Corona-Krise wirkt sich auch aufs Geschäft aus. Nomos Glashütte rechnet damit, dass es aufgrund der derzeitigen Lage beim Verkauf zu deutlichen Rückgängen kommt. Deshalb werde weniger produziert. Die Produktion wurde heruntergefahren. "Es geht eingeschränkt weiter", so Langenbucher. Nomos  nutze auch das Mittel der Kurzarbeit, um Arbeitsplätze und die Fähigkeit einer schnellen Wiederaufnahme aller Tätigkeiten nach der Krise zu gewährleisten.

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Offen ist, wie die Neuheiten in diesem Jahr präsentiert werden können, da der Messeauftritt in Basel nicht stattfinden konnte.  "Mit zunehmender Ausbreitung des Coronavirus rückt die Frage nach dem Wie in den Hintergrund", sagt der Sprecher. Die Präsentation von Neuheiten wird erst relevant, wenn es den Menschen wieder gut geht und in der Folge die Märkte sich weltweit normalisieren.

Auch bei Lange Uhren gelten neue Regeln. Die Gesundheit und die Sicherheit unserer Mitarbeiter sind von höchster Wichtigkeit, erklärt Unternehmenssprecher Arnd Einhorn. "Deshalb haben wir alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen." Konkreter möchte das Unternehmen nicht werden. Mitbewerber Glashütte Original will sich zu den Folgen der Corona-Problematik nicht äußern. Zur aktuellen Situation wolle man derzeit keine Stellung beziehen, so Sprecher Lars Schüller. Auch zu den Fragen, ob in den jeweiligen Unternehmen Kurzarbeit gilt oder geplant wird, wollen sich Lange und Glashütte Original, die beiden größten Uhrenhersteller im Müglitztal, nicht äußern.

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Insgesamt dürfte es den deutschen Uhrenherstellern nicht anders gehen als denen in der Schweiz. Nach einer Einschätzung der schweizerischen Handelszeitung werde 2020 für die Schweizer Uhrenindustrie zu einem Annus Horribilis, einem schrecklichen Jahr. Demnach würden in allen wichtigen Märkten wegen der Corona-Krise zunehmend die Kunden wegbleiben. Uhrenhändler wie Bucherer in Luzern und Interlaken haben dem Bericht zufolge Kurzarbeit eingeführt.

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