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Zwischen dem Fantreffen am Nachmittag und dem Abendkonzert stand Roland Kaiser der SZ Rede und Antwort. Riesenparty am Elbufer im Juli, ausverkaufte Halle in Großenhain – Sachsen liegt Ihnen zu Füßen ... Dresden und Umgebung sind schon beinahe unheimlich.

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Zwischen dem Fantreffen am Nachmittag und dem Abendkonzert stand Roland Kaiser der SZ Rede und Antwort.

Riesenparty am Elbufer im Juli, ausverkaufte Halle in Großenhain – Sachsen liegt Ihnen zu Füßen ...

Dresden und Umgebung sind schon beinahe unheimlich. Also im positiven Sinne. Ich habe hier bestimmt in den letzten zwölf Monaten fast vor 30 000 Menschen gespielt. Das macht mich natürlich sehr, sehr glücklich, und ich will den Zustand auch nicht ändern. Ich mag diese Stadt, diese Menschen, auch die Gegend.

Sie begeistern immer mehr Jugendliche. Haben Sie dafür eine Erklärung?

Ich kann das nicht plausibel erklären. Ich kann nur sagen, dass mir das gefällt. Dass die Fans immer jünger werden, ist ein Vertrag mit der Zukunft.

Howard Carpendale geht. Denken Sie auch manchmal an Rücktritt?

Nee, überhaupt nicht, es ist ja jeder anders. Der Howard möchte aufhören. Ich respektiere das. Sicherlich wird er seine Gründe haben. Ich tendiere eher in Richtung Udo Jürgens. Der ist 69 und geht wieder auf Tour.

Was erwartet die Fans in Zukunft?

Im Dezember geht eine Tournee mit meinen Kolleginnen los, mit der Michelle und der Claudia Jung. Das wird so ein Konzertabend werden, wo wir nicht nur hintereinander Lieder singen, sondern auch miteinander etwas machen, also Duette usw. Das geht bis Ende Februar. Und dann bin ich im November 2004 wieder auf Solotournee .

Was treibt Sie immer weiter?

Der Spaß am Tun, der Spaß an meiner Arbeit. Ich habe eigentlich in meinem ganzen Leben noch nicht so viel Spaß gehabt wie jetzt. Das ist einfach eine mich erfüllende und zufrieden stellende Arbeit.

Wodurch unterscheidet sich der heutige Kaiser vom früheren?

Ich finde den heute angenehmer, bodenständiger, verlässlicher.

Sie sind SPD-Mitglied. Ist der eingeschlagene Reformweg der Richtige?

Ich habe meine Bedenken, was beide große Volksparteien angeht. Ich finde, dass mir hier zu sehr, zu schnell ein Sozialabbau passiert. Die SPD riskiert zurzeit, dass sie ihre Stammwähler verliert. Wenn sie sich so gegen die Arbeitnehmer stellt, wie sie das im Moment tut, wird sie ein Problem haben, irgendwann die 18 Prozent zu kriegen, die die FDP nicht gekriegt hat.

Gespräch: Marco Mach